Good Boy – Trust His Instincts

Ben Leonberg wählt für seinen Horrorfilm die Perspektive seines Hundes und erzählt viel mehr als eine simple Gruselgeschichte. Formal wie inhaltlich ein Experiment, herausragend gelungen.

Bugonia

Yorgos Lanthimos zerlegt alles andere als subtil unsere selbstzerstörerische Gegenwart. Eine niederschmetternd zynische kinematografische Attacke.

Sorda – Der Klang der Welt

Berührendes, klug inszeniertes und eindrücklich audiovisuell erzähltes Drama um eine gehörlose Frau, die durch ihr Mutterwerden die Verbindung zu der Welt zu verlieren droht – mit einer intensiv agierenden gehörlosen Miriam Garlo in der Hauptrolle.

Stiller

Ist er es oder ist er es nicht? Rund 70 Jahre nach Erscheinen von Max Frischs Roman hat Stefan Haupt einen faszinierenden Weg gefunden, dem literarischen Vexierspiel der Identitäten eine visuelle Entsprechung zu geben, indem er die Titelrolle zwischen Albrecht Schuch und Sven Schelker aufsplittet.

Dracula – Die Auferstehung

Luc Bessons Beitrag zum Dracula-Stoff legt den Schwerpunkt überraschend aufs Romantische. Die engagierten Hauptdarsteller gehen in die Vollen. Und nicht nur das Motiv der ewigen Liebe, sondern auch Fragen nach Seelenheil und Erlösung sorgen für thematische Vielfalt, gehen im Besson-üblichen Gewalt-Spektakel aber auch etwas unter.

Riefenstahl (2024)

Mit einer Vielzahl an Material seziert die Dokumentation das Leben von Leni Riefenstahl und ihre Lügen hinsichtlich ihrer NS-Vergangenheit. Dabei eröffnet der Film einen wichtigen Diskurs über die Manipulation von Medien und Öffentlichkeit.

Petra Kelly – Act Now! (2024)

Die substanz- und materialreiche Würdigung einer auch für die heutigen sozialen Bewegungen bedeutsamen Kämpferin der 1980er.

Die Kinder aus Korntal (2023)

Aufwühlender Dokumentarfilm über die Mühsal und die andauernde Ungerechtigkeit, was die Aufarbeitung von Missbrauch in Kinderheimen betrifft.

"Was tut sich?" mit Louise Peter und Mascha Schilinski

Am 2.11. sprechen Sabine Horst und Urs Spörri im Kino des Deutschen Filminstituts & Filmmuseums mit Regisseurin Mascha Schilinski und ihrer Co-Autorin Louise Peter über »In die Sonne schauen«.
Gerhard Midding

Die Toten wollen nicht verstummen in Hill House. »Es ist ein böses altes Haus«, berichtet zu Beginn die Erzählstimme aus dem Off, während die Schreckensgeschichte des Landsitzes in New England auf der Leinwand rekapituliert wird, »ein Haus, das traurig geboren wurde.« Die Chronik der heimgesuchten Immobilie ist mit atonaler Musik unterlegt; die Partitur wird im Verlauf des Films nicht wohliger werden.

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