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Zu dünn, zu dick, zu cool, zu schüchtern...  und dann auch noch schlecht gelaunt. Junge Schauspielerinnen können nichts richtig machen.
Gerhard Midding

Einer der denkwürdigsten Dialoge der 1970er Jahren ist ohne Zweifel der Einzeiler "Sex mit dir ist wirklich ein kafkaeskes Erlebnis" aus Woody Allens »Der Stadtneurotiker«. Ich bin sicher, er ist auch heute noch für einen Lacher gut. Eingeprägt hat der Satz sich mir aber auch wegen der rätselhaften Dreingabe, die er in der Szene noch erhält.

Locarno: Alte Weggefährten und junge Talente

In Zürich fand am gestrigen Mittwoch die Pressekonferenz statt, bei der das Leitungsteam von Locarno das Programm des diesjährigen Festivals (7.-17. August) bekannt gab, die mittlerweile 77. Ausgabe.

DVD-Tipp: »Mad God«

Abstieg in die Unterwelt: Phil Tippetts »Mad God« als Special Edition mit Blu-ray und DVD.

A Quiet Place: Tag Eins

Michael Sarnoski übernimmt den Staffelstab von John Krasinski und blendet zurück zum Auftakt der Alien-Apokalypse in New York. Dabei setzt auch er eher auf leise zwischenmenschliche Momente als auf den genretypischen Mix aus Action und Gewalt, und die größten Spezialeffekte sind das Spiel von Lupito Nyong'o und eine kleine schwarzweiße Katze namens Frodo.

Der Gymnasiast (2022)

Christophe Honoré verarbeitet seine eigene Jugend und den frühen Tod des Vaters als berührendes Porträt eines Erwachsenwerdens mit Brüchen, die fürs Leben prägen. Dass es keine Nabelschau wird, liegt am klugen Drehbuch und dem exzellenten Paul Kircher in seiner ersten Hauptrolle.

Borg/McEnroe – Duell zweier Gladiatoren (2017)

Insgesamt kommt der Film von Janus Metz als reichlich konventionelles, unnötig auf Drama zugespitztes Biopic daher, das sich dem Titel zum Trotz mehr auf Björn Borg als auf seinen Kontrahenten konzentriert. Doch im – buchstäblichen – Finale, wenn sich »Borg/McEnroe« ganz auf ein einziges Tennismatch konzentriert, entwickelt der Film doch noch die besondere Spannung, die diese Sportart in ihren besten Momenten haben kann.

Million Dollar Baby (2004)

Amerikanisches Kino par excellence. Ein Americana über die Subkultur des Boxens. Und eine wunderbare Liebesgeschichte zwischen einem Trainer und seiner Boxerin. Zweifellos: Eastwood stellt sich mit »Million Dollar Baby« in eine Reihe mit Ford, Hawks und Sirk.

The Father (2020)

Anthony Hopkins und Olivia Colman brillieren als Vater und Tochter in Florian Zellers Adaption seines eigenen, gefeierten Bühnenstücks. Scheinbar konventionell erzählt, doch voller unerwarteter Wendungen und Brüche, versetzt der bewegende Film den Betrachter in die Wahrnehmung eines an Demenz erkrankten Mannes, der um seinen Verstand kämpft.

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