Kritik zu So klingt das Leben

© Alamode Film

Für die Rondalla, ein traditionelles spanisches Musikfest, vergessen die Bewohner eines Fischerdorfs allen Zwist und werden eins in Tanz und Klang.

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Das Leben in einem kleinen spanischen Fischerdorf an der galicischen Küste ist geprägt von einem Schiffsunglück, das die Gemeinschaft erschüttert und gespalten hat. Auch Andreas Vater starb bei dem Unglück und dessen bester Freund ist nun der neue Liebhaber von Andreas Mutter. Was die kleine Schwester noch akzeptieren kann, ist für Andrea doppelter Verrat. Das wird nicht besser, als sich einige im Dorf dazu entschließen, sich nach zwei Jahren wieder an der Rondalla zu beteiligen, einem traditionellen Musikfest, bei dem einzelne Gemeinden gegeneinander antreten. Gewonnen hatte man ohnehin noch nie, also gibt es nichts zu verlieren. Doch dann entschließt sich Andrea, die Leitung zu übernehmen und alles anders zu machen als ihr Vater. Mit erstaunlichem Erfolg.

Daniel Sánchez Arévalos Film lässt die mal mehr mal weniger tragische Handlung gekonnt mit den musikalischen Auftritten ineinanderfließen. Die Schwere der nie wirklich ausgeführten Schiffstragödie und die treibende, in Teilen sehr traditionelle spanische Straßenmusik werden in einem fast dokumentarischen Stil verbunden und von der pathetischen Dramatik befreit. Der Weg der mindestens drei Generationen umfassenden Big Band aus Trommlern, Perkussionisten, Saiteninstrumenten und Bläsersätzen sowie Tänzern und Fahnenschwenkern hin zu einem würdevollen Auftritt ist lang. Und so werden persönliche Herausforderungen, der Streit zwischen zwei Zwillingsbrüdern, die Beziehung zwischen der 18-jährigen Andrea und einem Schulfreund, der zum Studium nach Berkeley gegangen ist, und die immer noch geheim gehaltene neue Liebe der Mutter immer unwichtiger. Bis es schließlich nur noch auf den Ausdruck und den nahezu perfekten Auftritt ankommt. Selbst wenn man sich nicht für diese Art von Musik begeistern kann, die immer besser werdenden Laien sind unglaublich ergreifend und am Schluss möchte man mitklatschen und mitsummen, wenn Andrea ein Stück von Coldplay für das Großereignis arrangiert.

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