Wild Bunch

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Im Jahr 2075 leben die Menschen unter Glasglocken, die sie vor Feuersbrünsten schützen. Hier landet eines Tages der Junge Arco, dessen Zeitreise aus einer para­diesischen Zukunft ungeplant verlief. Von seinem Versuch, wieder nach Hause zu kommen, und von der Unterstützung durch das Mädchen Iris erzählt dieser warmherzige, von Hoffnung erfüllte Animationsfilm.
Der neue Film der Brüder Dardenne erzählt von mehreren sehr jungen Frauen, die mit ihren Babys in einer Maison maternelle nahe Lüttich um Zukunftsperspektiven ringen. Der Film bricht nicht nachgerade mit dem sozialrealistischen Stil des Dardenne- Werks, zeigt aber eine neue Sanftheit und eine Zurückhaltung, die der Geschichte besonderen Nachdruck verleihen.
In seinem Heimat-Horrorthriller spart Andreas Prochaska nicht mit teils eindringlichen Gruselbildern, die allerdings Defizite im Plot nicht ganz aufwiegen.
In einem genreübergreifenden Rahmen erzählt Amélie Bonnins Film von der Wiederbegegnung einer jungen Frau mit der französischen Provinz und ihrer Vergangenheit. Die Filmsprache erscheint auf kunstvolle Weise kunstlos, die Musik übernimmt eine zentrale Rolle.
Ein Animationsfilm, der seine Ausgangsidee bei »Frankenstein« nimmt, allerdings kaum gruselig ist, sondern komödiantische Aspekte ins Zentrum rückt. Das nimmt der Botschaft vom Akzeptieren des Andersartigen einiges von ihrer Kraft.
Zwei ungleiche Brüder treffen in dieser charmanten aber sehr erwartbaren Komödie aufeinander: der herzensgute Sunny mit Trisomie 21 und der skrupellose Immobilienmakler Thomas. Nett anzusehen, aber harmlos.
Aus der Sirene der Mythologie ist in Paolo Sorrentinos Hommage an des Lebens Überfluss eine Neapolitanerin geworden, die wegen ihrer Schönheit gerühmt wird und sich nebenher als schlagfertige Sinnsucherin erweist. Ein Film, der mitunter über seine Verhältnisse lebt.
Eindrückliches Drama um eine in Schweden Asyl suchende russische Familie, die menschenunwürdig behandelt wird, woraufhin ihre Tochter in einen komaähnlichen Zustand verfällt. Ein aufwühlender Film.
Bernhard Wengers Debütfilm ist eine leise, mit Absurditäten spielende Satire um Identitätsverlust und Charaktermasken. Albrecht Schuch in der Rolle eines Chamäleons ist brillant.
Agathe Riedinger prangert die Mechanismen einer Selbstoptimierung an, die an Selbstverstümmelung grenzt, betrachtet die Reality-TV-Obsession der 19-jährigen Liane aber voll Empathie und Respekt.