Melanie Oliver

Cutter/in von:

Trotz gelegentlich missratener Computeranimation erweist sich die Verfilmung des berühmten Musicals »Cats« über Londoner Straßenkatzen dank Starpower und inszenatorischem Know How als meist mitreißendes Spektakel
Im Winter 1968, wenige Monate vor ihrem Tod im Alter von nur 47 Jahren, gastiert Judy Garland in London. Es ist das letzte Aufbäumen einer Legende, die wegen Tab­lettensucht und privater Katastrophen in Scherben liegt. Renée Zellweger spielt sie glorreich: als frühes Opfer von Hollywoods Starsystem, das nun verzweifelt um die alte Energie und Professionalität ringt
In dem ruhigen, auf Massenszenen und opulente Bauten verzichtenden Bibelfilm »Maria Magdalena« unternimmt Regisseur Garth Davis (»Lion«) die Rehabilitierung der zentralen Frauenfigur des Neuen Testaments
Obwohl die Nachzüglerkomödie »Bridget Jones' Baby« zwölf Jahre nach der letzten Fortsetzung weitgehend Bekanntes aufwärmt, ist Bridgets Odyssee durch amouröse und berufliche Untiefen erstaunlich leichtfüßig und witzig inszeniert
Ambitionierter Psychothriller: Eine Frau, die an anterograder Amnesie leidet, versucht Licht ins Dunkel ihrer Vergangenheit zu bringen. Nur ist das, was sie dabei zutage fördert, nichts als ein Ausdruck konservativster Moralvorstellungen
In seinem zweiten Spielfilm erzählt Matthew Warchus die wahre Geschichte einer ungewöhnlichen Allianz von Schwulenbewegung und Minenarbeitern in den Zeiten von Streik und Aids mit Herz, Witz und einem grandiosen Schauspielerensemble
Zwischen Authentizität und Modernität taucht der Film ins 19. Jahrhundert ein und macht Brontës »Jane Eyre« zur echten Konkurrenz für die populäreren Austen-Heldinnen