Maxi Braun
Filmkritiken von Maxi Braun
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Der visuell angemessen zurückgenommene Dokumentarfilm gibt den Betroffenen der Anschläge von Mölln 1992 viel Raum und legt ein bisher unbekanntes Kapitel von Behördenversagen offen.
Mutiges Spielfilmdebüt mit einem Feuerwerk an popkulturellen Zitaten, das neue visuelle und narrative Darstellungsweisen für psychische Erkrankungen wagt, ohne diese zu verharmlosen und sowohl die Perspektive der Angehörigen und des Umfelds, als auch der Erkrankten selbst abzubilden versucht.
Ein Sommer, drei Generationen von Bäuerinnen zwischen Melkmaschine, Heuernte, Lama-Kastration und Badesee: Das im besten Sinne widerspenstige Debüt thematisiert die Probleme der Landwirtschaft, ungewollte Schwangerschaften und einen pragmatischen Umgang mit der Nähe zur Natur in sinnlichen Bildern und mit authentischer Mundart und Besetzung.
Überraschender Horrorfilm für Kinder, der die Themen Verlust und Trauerbewältigung mit viel Glitzer und bunter Farbe tüncht und durch einen tollen Cast rund um eine starke Heldin, emotionale Tiefe, eine originelle Geschichte, visuelle Fantasie und gutes Timing in Witz und Suspense überzeugt.
Das Biopic über die erste Lebenshälfte der surrealistischen Malerin und Künstlerin Leonora Carrington findet treffende optisch-akustische Entsprechungen für ihre Psyche, während die Bildwelten der Künstlerin fast unsichtbar und die Dialoge allzu plakativ wirken. Solides Period Piece vor Fernweh erzeugender Kulisse.
Der liebevoll gestaltete Claymationfilm über die Lebensgeschichte von zwei Zwillingen in Australien ist skurril, witzig, ein bisschen versaut und voller kreativer Einfälle. Eine universelle, menschliche Parabel über das Scheitern und Berappeln für ein erwachsenes Publikum und Schneckenliebhaber.
Kerstin Polte spürt universelle Themen wie Liebe, Familie, Krieg und Trauma in den kleinen, zwischenmenschlichen Dramen auf. Ihr Ensemblefilm glänzt mit starker Bildgestaltung sowie einer diversen und gelungenen Besetzung.
Der Dokumentarfilm wirft einen behutsamen Blick auf die aussterbende Tradition der Burrneshas im ruralen Albanien und offenbart, dass Geschlechterrollen kein Naturgesetz sind, sondern schon immer veränderlich waren.
Relotius lässt grüßen, aber die spannend inszenierte und kammerspielartige Charakterstudie im südostasiatischen Setting verrät ebenso wenig über moralische Dilemmata des Journalismus wie über die Psyche des unnahbaren Protagonisten.
Die schroffe Coming-of-Age-Geschichte zweier Freundinnen, die an eine dubiose Modelschule geraten, spielt im postsowjetischen Setting. Visuell interessant, blickt der Film kühl und distanziert auf seine Protagonistinnen, statt ihnen wirklich nah zu kommen.
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Meldung
»Sterben« ist nach »Der freie Wille« (2006) und »Gnade« (2012) Glasners dritte Einladung in den Wettbewerb der Berlinale. In 180 Minuten taucht er in die dysfunktionale Familiendynamik der Lunies ein.
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Nachdem Hollywood junge Frauen im Coming of Age jahrzehntelang mit RomComs abgespeist hat, sieht man in aktuellen Filmen wie »How to Have Sex« eine selten dagewesene Komplexität von Figuren und Geschichten aus weiblicher Perspektive.
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Die patriarchale Struktur der Filmindustrie ist keine Überraschung. Wie die geschlechtsspezifische Bildgestaltung Sexismus fördert, schon. Nina Menkes' filmischer Vortrag »Brainwashed – Sexismus im Kino« jetzt auf arte.
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Die zweite Staffel der »Sadcom« »Lu von Loser« von und mit Alice Gruia brilliert mit lakonischem Witz und Originalität, wie sie im deutschen TV selten sind.
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Iranische Schauspielerinnen und der Aufstand : Golshifteh Farahani, bekannt aus »Elly« und »Paterson«, und Zar Amir Ebrahimi, die jetzt mit »Holy Spider« bei uns ins Kino kommt, im Porträt.
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Das Edimotion-Festival für Filmschnitt und Montagekunst in Köln würdigt die Arbeit von Editor*innen. Und stellte in diesem Jahr ein paar unbequeme Fragen.
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Edimotion feiert die Kunst des Filmschnitts in fast vorpandemischer Festivalatmosphäre und würdigt mit Ingrid Koller erstmals eine Österreicherin mit dem Ehrenpreis für ihr Lebenswerk



