Carlos Conti

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In strengem Schwarz-Weiß und mit schillernder Besetzung zündet Sally Potter in »The Party« die vergnüglich-bösen Funken einer Gesellschaftskomödie, die im Schnelldurchlauf Reizthemen wie die Krise des Gesundheitswesens, der Demokratie und der Banken, den Stand des Feminismus und hippe New-Age-Ablenkungen durchdekliniert
Um die Tanzpionierin Loïe Fuller neu zu entdecken, würde man sich eine faktentreue Aufarbeitung dieses außergewöhnlichen Künstlerlebens wünschen und nicht eine eher geschmäcklerisch inszenierte biografische Fantasterei wie bei »Die Tänzerin«
Das Regiedebüt des Schauspielers Andrea Di Stefano erzählt von Pablo Escobar in Form eines Thrillers um einen naiven jungen Surfer, der in die Familie des brutalen Drogenbarons „gerät“. Trotz einiger Schwächen eine vor allem dank Benicio del Toro faszinierende Reflexion über Naivität und das Böse – und überaus spannend, insbesondere in der zweiten Hälfte
Man kann dem neuen Film von Sally Potter seine Leichtigkeit und Verrat an der pubertären Mädchenseele vorwerfen. Man sollte dabei aber nicht darüber hinwegsehen, wie genau sie ihre Freundinnen, Mütter und Väter auf dem Hintergrund ideologischer Positionen entwirft, die weiter Wirkung zeigen
Verfilmung des Beatnik-Klassikers von Jack Kerouac: Während der späten Vierziger reisen zwei Nachwuchsliteraten auf der Suche nach Sex, Drugs and Jazz durch die USA und lassen einen Exzess auf den anderen folgen. Überraschend brave Adaption durch den brasilianischen Regisseur Walter Salles