Filmkritiken
Woche vom 08.07.2026
Fünf Hebammen weltweit stehen stellvertretend für die dokumentarische Würdigung eines Berufs, dessen Vertreterinnen Frauen in vielen Kulturen mit Wissen und Empathie bei der Geburt begleiten.
Opulente, frei adaptierte Literaturverfilmung und locker leichte Emanzipationsgeschichte, die mit Witz und ein wenig Kitsch zu Herzen geht – und die großartige Virginia Woolf einmal mehr ins Bewusstsein ruft.
Der rätselhafte Tod des tunesischen Onkels wird für seine aus Frankreich angereiste Nichte zum Anlass für eine Spurensuche und in Folge eine Auseinandersetzung mit ihrer Identität als lesbische Frau in einem konservativen arabischen Umfeld: elegant inszeniertes und zärtliches Drama, das mit der Beschreibung des familiären Verschweigens Einblicke in eine repressive Gesellschaft gewährt.
Eva Trobischs Film erzählt, wie das Leben einer Familie aus dem thüringischen Greiz in Bewegung gerät, als die musikbegabte 16-jährige Lea zu einer TV-Castingshow eingeladen wird. Authentische Dialoge, Humor und die starke schauspielerische Leistung des ganzen Ensembles zeichnen den Film aus.



