Jasna Fritzi Bauer

Jasna Fritzi Bauer wurde 1989 in Wiesbaden geboren. Zwischen 2006 und 2008 war sie Mitglied des Jugend-Theater-Ensembles am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Anschließend begann sie ihr Schauspielstudium an der renommierten Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin, wo sie 2012 ihren Abschluss machte.

Während ihrer Studienzeit trat Jasna in verschiedenen Berliner Theatern auf, zum Beispiel in der "Schaubühne", wo sie in Leo Tolstoys "Die Macht der Finsternis" unter der Regie von Michael Thalheimer spielte. Die Produktion von Ewald Palmetshofers "Helden" im bat-Studiotheater unter der Regie von Roscha A. Säidow erhielt den Vontobel Preis beim 22. Theatertreffen deutschsprachiger Schauspielstudierender. Gefolgt von Rollen in verschiedenen kleinen Produktionen von Filmstudenten, beeindruckte Jasna Fritzi Bauer im Frühjahr 2012 auf der Bühne des Hans-Otto-Theaters in Potsdam, wo sie in der Komödie "Das Spiel von Liebe und Zufall" unter der Regie von Jutta Hoffmann auftrat. Im Juli 2012 wurde sie Mitglied des Ensembles des Burgtheaters in Wien. Noch während ihres Schauspielstudiums debütierte sie als Filmschauspielerin in Andi Rogenhagens Film Ein Tick anders (2010), in dem sie die Hauptrolle der Eva spielte, einem jungen Mädchen mit Tourette-Syndrom. Ihre schauspielerische Leistung dafür wurde 2011 mit dem Nachwuchsdarstellerpreis des Filmkunstfestes Mecklenburg-Vorpommern und 2012 mit dem New-Faces-Award gewürdigt. 2010 spielte sie die Hauptrolle in Wolfgang Dinslages Film Für Elise, 2011 erhielt Jasna Fritzi Bauer Hauptrollen in zwei weiteren Filmen: In Christian Petzolds preisgekröntem DDR-Drama Barbara spielte sie neben Nina Hoss und Roland Zehrfeld und in Bettina Blümners Scherbenpark nach der gleichnamigen Novelle von Alina Bronsky. 2012 begann sie zum ersten Mal für das Fernsehen zu drehen. In Kai Wessels Miniserie Zeit der Helden, die 2014 den Grimme-Preis erhielt, spielte Jasna Fritzi Bauer an der Seite von Inka Friedrich, Oliver Stokowski und Julia Jäger eine der Hauptrollen. Sie pendelt zwischen Berlin und Wien.

Als Schauspieler/in:

Wer auf knallharte Hochspannung steht, ist bei Christian Alvart in guten Händen: »Abgeschnitten« ist ein waschechter, rasanter Psychothriller, obendrein mit hochkarätigem Ensemble
Helene Hegemann erzählt in der Adaption ihres eigenen Romans von den wilden Streifzügen der jungen Berlinerin Mifti. »Axolotl Overkill« überzeugt trotz einiger Durchhänger mit cleveren Dialogen, Herz und Attitüde
Nach einem gescheiterten Selbstmordversuch muss ein Mädchen lernen, die Koordinaten seines Lebens neu zu bestimmen: Jugend-Dramödie mit pfiffigen Ideen und Dialogen, aber auch Unschärfen
Die 17-jährige Sascha lebt im »Russenghetto« und muss mit der Ermordung ihrer Mutter durch den Stiefvater klarkommen. Bettina Blümner hat den Jugendroman von Alina Bronsky verfilmt und hervorragend besetzt, verfehlt aber leider den Witz und die Drastik der Vorlage
Das Mutter-Tochter-Drama »Für Elise« um die Gunst eines neuen Mannes erzählt eine im Grunde alte Geschichte, kann sich durch seinen unvoreingenommenen Blick auf ein gesellschaftliches Milieu jedoch allen Klischees entziehen. Ein souveränes deutsches Kinodebüt
Christian Petzold macht sich in »Barbara« nicht daran, die DDR-Vergangenheit aufzuarbeiten, sondern untersucht vielmehr ganz grundsätzlich das Wesen menschlichen Vertrauens. Wie verändern sich Beziehungen in einem Umfeld, in dem Misstrauen zum alltäglichen Überlebensmechanismus geworden ist?
Ein weiterer Film, der offensiv und humorvoll mit dem Thema Behinderung umgeht. Die Komödie »Ein Tick anders« über ein Mädchen mit Tourette-Syndrom setzt auf anarchische Elemente und märchenhafte Überzeichnung. Vor allem dank dem frischen Spiel der Darsteller übersieht man da gerne ein paar Holprigkeiten und erfreut sich an der beschwingten Skurrilität. Charmant!