Janine Jackowski

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In der bulgarisch-griechisch-türkischen Grenzregion trägt sich auf leisen Sohlen ein Abenteuer zu. Auf der Suche nach dem alten Bekannten, der eben noch da war, gräbt die Archäologin Veska an den Wurzeln ihrer Gegenwart und tief in die Vergangenheit hinein.
Anekdotisch, amüsant und doch berührend inszeniert Simon Verhoeven den autobiografischen Roman von Joachim Meyerhoff – mit einem nuanciert agierenden Bruno Alexander in seiner ersten Hauptrolle.
Nach Jackie Kennedy (»Jackie«) und Lady Diana (»Spencer«) ist Maria Callas die dritte berühmte Frau des 20. Jahrhunderts, die sich im Werk von Pablo Larraín gegen den goldenen Käfig auflehnt, den ihr die Männer gebaut haben, Angelina Jolie lässt sie vieldeutig oszillieren, als Dialog zwischen ihr und der großen Sängerin Maria Callas.
Nuri Bilge Ceylans neues Werk über einen Dorflehrer, der nicht nur wegen angeblich unangemessenem Verhalten gegenüber einer Schülerin in Konflikt mit seiner Umgebung gerät, ist eine vielschichtige Erzählung über Wahrnehmung und Wahrheit, so spannend wie poetisch inszeniert.
Adaption des gleichnamigen Bestsellers von Joachim Meyerhoff, in dem dieser seine Kindheit und Jugend auf dem Gelände einer von seinem Vater geleiteten Kinder- und Jugendpsychiatrie erinnert. Ein interessanter Stoff, allzu unaufgeregt in Szene gesetzt.
Grandios gelingt es dem deutschen Regisseur Kilian Riedhof von dem nationalen Trauma der Anschläge von Paris 2015 aus einer rein persönlichen Sicht zu erzählen – nach dem autobiografischen Buch von Antoine Leiris.
Eine unwahrscheinliche Liebesgeschichte zwischen einer gereiften Dame und einem linkischen Jungen erzählt Nicolette Krebitz in ihrem vierten Film auf so schwebend verspielte und poetische Weise, dass sich irdische Fragen nach der Wahrscheinlichkeit gar nicht erst stellen.
Ildikó Enyedi folgt erneut einer unwahrscheinlichen Liebesgeschichte. Sie erforscht die Dynamik zwischen den Geschlechtern, kann aber die schönen Oberflächen von Kostüm und Ausstattung nicht durchdringen
Mit ihrem handwerklich überzeugenden Debütfilm wirft Lisa Bierwirth einen unverkrampften Blick auf die Herausforderung einer interkulturellen Beziehung
Eindringliches, stilistisch souveränes Psychodrama über die Identitätskrise eines aus dem Kosovo stammenden Ingenieurs (gespielt von Mišel Matičević) der sich rassistisch angegriffen fühlt: »Exil«

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Tipp
Hagai Levis Serie versetzt die wahre Geschichte der Jüdin Etty Hillesum, die 1943 in Auschwitz ermordet wurde, in eine nicht näher definierte Gegenwart – ein Experiment.