Anna Falguères

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Bislang erzählte Mia Hansen-Løve von den Umbrüchen der Jugend und arbeitete mit weitgehend unbekannten Darstellern. Nun vollzieht sie mit »Alles was kommt« den Sprung in die Elterngeneration: Im Mittelpunkt ihres fünften Films steht eine Philosophielehrerin (eine Glanzrolle für Isabelle Huppert), die ihr Leben neu in den Griff bekommen will, nachdem ihr Mann sie verlassen hat
»La belle saison« ist das Melodram eines lesbischen Coming-outs zwischen Paris und der ländlichen Provinz: Catherine Corsini inszeniert eine glänzend besetzte Liebesgeschichte mit zärtlichem Blick für Körper und Landschaften
Vor dem Hintergrund des Booms französischer House-Musik in den 90er-Jahren erzählt Mia Hansen-Løve die Geschichte einer Gruppe von Freunden. Ein junger DJ lebt seine Leidenschaft für die Musik hemmungslos aus, doch die Intervalle zwischen Euphorie und Melancholie werden immer kürzer
»Suzanne« ist ein minimalistisches Familiendrama über zwei Schwestern, von denen die eine ins Gefängnis kommt: Mit Sara Forestier (»Der Name der Leute«) als Antiheldin umschifft der Film dank einer subtilen und poetischen Inszenierung die Fallen eines klischeehaften Sozialdramas
Der Belgier Joachim Lafosse erzählt in »Privatunterricht« von einer Erziehung des Herzens, in der die Utopien der 68er, entlastet durch das Alibi des freien Denkens, die Selbstfindung eines 16-jährigen verhindern