Stuttgarter Filmwinter

Stuttgart, 12.–15.1. – Wie jedes Jahr widmet sich der Stuttgarter Filmwinter dem unabhängigen künstlerischen Film. Dazu gehören neben Kinofilmen auch Videoinstallationen, Experimentalfilm und Musikvideos. Das diesjährige Motto lautet »Unendlicher Spaß«, inspiriert durch den gleichnamigen Roman von David Foster Wallace.

European Filmawards Reykjavik

Ist »Triangle of Sadness« wirklich der beste und stärkste Film dieses europäischen Kinojahrgangs, oder könnte es sein, dass Ruben Östlunds Klassenkampfsatire einfach nur der bekannteste Film ist, auf den sich die meisten Europäer einigen können?
Gerhard Midding

Es verblüfft mich immer noch, wie wenig Misstöne ich in »Ennio Morricone – Der Maestro«, der heute anläuft, ausmachen kann. Einer von ihnen ist die Geringschätzung, mit der der Komponist über das Titelstück von »Metti una sera a cena« spricht. Glauben Sie mir: Er meint es nicht so. Ich kann es beweisen.

Gerhard Midding

Es wurde viel geraucht in den 1980ern; erst recht in Theaterkreisen und im Schauspielatelier von Les Amandiers offenbar ganz besonders. Die Schauspielschüler qualmten bei den Proben, im Zuschauersaal, in allen Lebenslagen. Valeria Bruni-Tedeschi musste etlichen ihrer jungen Darsteller erst einmal beibringen, wie man das überhaupt macht. Louis Garrel, der in ihrem Film Patrice Chéreau verkörpert, weigerte sich anfangs, dessen unverzichtbare Zigarillos in den Mund zu nehmen, aber seine Regisseurin war da unerbittlich.

Gerhard Midding

Die Regisseurin kann nicht an sich halten. Hinter der Kamera spielt sie unaufhörlich mit. Sie ist hingerissen von dem, was passiert. Aber an wen richtet sich ihre Inbrunst? In der Sichtachse ihrer Darsteller befindet sich Valeria Bruni-Tedeschi wohlweislich nicht. Aber bestimmt agiert sie nicht nur für das Kamerateam des Making of. Eher schon, um auf dem Set eine Atmosphäre unausgesetzter Verzückung und Anspannung zu schaffen.

Lair

Der Protagonist der Geschichte, der das Unheil in Gang setzt, bleibt dem Zuschauer von ersten bis zum letzten Moment unsympathisch und am Ende bleibt neben einigen effektvollen Sequenzen nichts übrig.

Oskars Kleid

Es ist nicht immer leicht, etwas Besonderes zu sein – so das Credo der Großmutter, mit der sie Oskars Wandlung vom Jungen zum Mädchen kommentiert. Großartig in Szene gesetzt mit einem tollen Cast, der Komik und Tragik gleichermaßen umsetzt.
Gerhard Midding

Ich kam mit dem Recliner einfach nicht zurecht. Natürlich beriff ich, wie er funktionierte: per Knopfdruck in jede gewünschte Position, die Beine hoch oder doch mit Bodenhaftung. Allerdings hatte ich mir den Ledersessel breiter vorgestellt und das kleine, verschiebbare Tischchen war immer im Weg. Beim Herausgehen sahen wir, dass es eine ziemliche Popcorn-Schleuder ist.

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