Kritik zu Pets 2

© Universal Pictures

Das zweite Abenteuer der vierbeinigen New Yorker Großstadtneurotiker aus dem Haus des Animationsstudios Illumination: Diesmal entwickelt Terrier Max die Symptome eines Helikopter-Vaters für das Töchterchen seiner Herrin Katie

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875 Millionen Dollar sind ein klares Signal. So viel spielte der Animationsfilm »Pets« 2016 weltweit ein. Also geht nach »Ich – einfach unverbesserlich« (bisher zwei Fortsetzungen), dessen Ableger, die ­»Minions«, und »Sing« ein weiterer Film aus Chris Meledandris Animationsfilmfirma Illumination in die nächste Runde.

War es im Vorgängerfilm der neue Hund, den seine Besitzerin Katie eines Tages anschleppte und mit dem er sich in Zukunft alles teilen musste, so ist es diesmal das Baby der – mittlerweile verheirateten – Katie, das den Terrier Max aus der Bahn wirft. Max übernimmt die Beschützerrolle für das Kleinkind, das sich wie er auf allen Vieren bewegt, und agiert dabei zunehmend wie ein übervorsichtiger menschlicher Elternteil. Erst ein Ausflug auf eine Farm und die dortige Begegnung mit einem weisen Hütehund namens Rooster lehrt ihn das Loslassenkönnen. Unterdessen geht in New York Max' Lieblingsspielzeug verloren und landet in der Wohnung einer exzentrischen Cat Lady, wo es sofort von deren zahlreichen Schützlingen beansprucht wird, während ein junger Zirkustiger vor seinem russischen Besitzer in Sicherheit gebracht werden muss. Bei seiner Rettung kann auch das größenwahnsinnige weiße Kaninchen Snowball dank einer neuen Doppelexistenz als Superheld Captain Snowball seine aggressiven Energien kanalisieren und für gute Zwecke nutzen. Am Ende führen die drei Handlungsstränge einmal mehr in einer rasanten Verfolgungsjagd zusammen. Wie der Vorgänger gefällt auch diese Fortsetzung durch die Figuren – ein Haufen veritabler Großstadtneurotiker (das Plakat zum Vorgängerfilm zollte Woody Allens »Manhattan« Tribut), für die die Geschichte(n) allerdings nur konventionelle Handlungsmuster bereithalten. Immerhin gibt es diesmal mit den Problemen von Max so etwas wie eine emotionalere Ebene, auch wenn die nie so weit getrieben wird, wie es bei Disney und Pixar der Fall ist.

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