Filmkritiken
Woche vom 08.04.2026
Im Jahr 2075 leben die Menschen unter Glasglocken, die sie vor Feuersbrünsten schützen. Hier landet eines Tages der Junge Arco, dessen Zeitreise aus einer paradiesischen Zukunft ungeplant verlief. Von seinem Versuch, wieder nach Hause zu kommen, und von der Unterstützung durch das Mädchen Iris erzählt dieser warmherzige, von Hoffnung erfüllte Animationsfilm.
Die sensibel erzählte Liebesromanze lebt von ihrem differenzierten Blick auf das Phänomen der Gebärdensprache.
Filme, in denen es der Oberschicht an den Kragen geht, haben Hochkonjunktur. Doch dieser lose inspirierten Neuverfilmung von »Adel verpflichtet« gehen nicht nur das Spezifische des Settings und der beißende Witz des Originals ab. Es fehlt auch an erhellenden Erkenntnissen und vor allem ein Protagonist, der mehr zu bieten hat, als Herzlosigkeit und Verdorbenheit noch mit Charme zu verbinden.
Ein leises, melancholisches Drama über Erinnerung, Musik und die Liebe zweier Männer, die nur kurz gelebt werden kann. Oliver Hermanus erzählt zurückhaltend und bildstark von verpassten Möglichkeiten. Nicht immer straff, doch getragen von Paul Mescal und Josh O'Connor sowie der emotionalen Kraft der überlieferten Lieder.



