Marcus Stiglegger

Filmkritiken von Marcus Stiglegger

In seinem apokalyptischen Science-Fiction-Drama »Tides« knüpft Tim Fehlbaum in epischen Bildern und apokalyptischer Ästhetik an seinen Debütfilm »Hell« an und liefert das intensive Bild einer verfallenden Gesellschaft angesichts der Klimakatastrophe. Seine an modernen Klassikern geschulte Inszenierung und packende Besetzung garantieren ein monumental anmutendes Epos, das zugleich eine dringliche Warnung vor menschenverschuldeten Krisen vermittelt
Christopher Nolan verbindet sein autorenspezifisches Lieblingsthema, die Philosophie der Zeit, mit Erzählmustern des Spionagethrillers – ästhetisch virtuos und technisch innovativ. Der Film zeigt einen Regisseur auf der Höhe seines Schaffens und bietet ein ebenso komplexes wie intensives Kinoerlebnis für ein großes Publikum
Man sollte sich vom albernen B-Movie-Titel nicht täuschen lassen: »Bad Lieutenant« ist ein düsterer Neo-Noir-Cop-Thriller, den man so von Werner Herzog nicht erwartet hätte. Nicolas Cage beeindruckt als drogensüchtiger und gewalttätiger Polizist
Der erste Spielfilm der Hamburger Regisseurin Monika Treut seit achtzehn Jahren ist ein romantisches Mysterydrama zwischen Taiwan und Deutschland, angesiedelt zwischen den Welten und Kulturen: »Ghosted«

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Von Genres sprechen wir meist so selbstverständlich, als gäbe es da keinen Klärungsbedarf. Das Grundlagenwerk »Handbuch Filmgenre« zeigt, wie komplex dieses Konzept ist – und wie fruchtbar
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Beruhend auf historischen Figuren hat sich die Serie »Vikings« zwischendurch mehr und mehr zur Historysoap nach dem Rezept von »Game of Thrones« entwickelt. Im ersten Teil der finalen Staffel fand die Serie aber zur eigenen Mythologie zurück. Ab dem 30. Dezember folgen nun die finalen zehn Folgen auf Amazon Prime
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1983 warnte David Cronenbergs Stephen-King-Verfilmung vor einem egomanischen Politiker, der als Präsident die Welt in einen Abgrund stürzen würde. Heute will so einer wiedergewählt werden
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Diese Monografie über den italienischen Regissur Lucio Fulci verbindet Fantum und akademische Analyse. Genau das, was man braucht, um Filme wie »Ein Zombie hing am Glockenseil« schätzen zu können
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15. Januar, Frankfurt am Main – Filmvorführung und Lesung von Prof. Dr. Marcus Stiglegger im Rahmen von »(Dis)Harmonie – Die Reihe für den abseitigen Film«
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Sind Superheldenfilme ein eigenes Genre? Marcus Stiglegger über klassische Genres und den Trend zum Genre-Mix
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Der japanische Regisseur Takashi Miike ist gerade mal 60, soll aber schon hundert Filme auf dem Konto haben. In der poppigen und zugleich ein wenig buddhistischen Manga-Adaption »Blade of the Immortal« zieht er wieder alle Register. Das Porträt eines Ruhelosen
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Wenn in diesem Monat Scarlett Johansson als Cyborg-Amazone Motoko Kusanagi im Hollywood-Remake von »Ghost in the Shell« zur Tat schreitet, erleben wir die späte Blüte eines Kultphänomens. Das Original hatte in den späten Neunzigern dazu beigetragen, den japanischen Animationsfilm populär zu machen; es war ein Höhepunkt der Cyberpunk-Welle und inspirierte Regisseure wie die Wachowskis
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Die Bestsellerverfilmung »Fifty Shades of Grey« hat das Thema Bondage-Sex ins Gespräch gebracht. Das Kino hat damit schon reichlich Erfahrungen gesammelt
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Zwei neue Bücher erkunden das provozierende Werk des dänischen Skandalregisseurs Lars von Trier