Ihr Name ist Sabine

Ohne Pathos oder Selbstmitleid erzählt Sandrine Bonnaire die Krankengeschichte ihrer autistischen Schwester, die sich nach Jahren heftiger medikamentöser Behandlung in der Psychiatrie nun in einer betreuten Wohnstätte mühsam ein wenig »Normalität« zurückerobert

Kurzer Prozess – Righteous Kill

Pacino und de Niro als Cops auf der Suche nach einem Serienmörder: ein haarsträubend konstruiertes Drehbuch, peinliche Dialoge und eine erbärmliche Inszenierung machen »Righteous Kill« zu einem würdelosen Vehikel für zwei Leinwandlegenden

Sieben Leben

Gabriele Muccinos spiritueller Thriller »Sieben Leben« mit Will Smith als supergutem Menschen von L. A. passt perfekt in die aktuelle Wirtschaftskrise. Der Abgesang auf Materialismus und Selbstbezogenheit leidet aber an einem Plot-Overkill und schwerem Pathos

The Warlords

Versiert inszeniertes Schlachtenepos, das Geschichte auf den Konflikt einzelner Männer reduziert, ohne den historischen Hintergrund zu erhellen

Warten auf Angelina

Eine erst amüsante, dann zunehmend beschwerliche Komödie über die Verwertungshysterie der Medien und das große, schillernde Nichts im Terrain der Stars: »Warten auf Angelina«

Bonjour Sagan

Das Biopic widersteht nicht der Versuchung, Françoise Sagans skandalträchtiges Leben als ihr Hauptwerk zu porträtieren, und kann dabei weder die Wirkung noch das Talent der Bestsellerautorin deutlich machen. Sehenswert ist jedoch Hauptdarstellerin Sylvie Testud als weiblicher Dandy

Die Reise des chinesischen Trommlers

Kenneth Bi bricht die Typologie des Martial-Arts-Films auf rasante wie subtile Weise auf. Zen-Trommeln und eine ungewöhnliche Gangster-Story bedienen die Freunde beider Genres mit klug gewählten Abweichungen

Alter und Schönheit

Komödie um drei Männer im besten Alter, die sich am Bett ihres sterbenskranken Freundes treffen. Ein Generationenporträt der Post-68er, das, vom Schauspielerensemble angenehm dezent verkörpert, aus der Situation des Wartens und Erinnerns jedoch zu wenig Substanz entwickelt

Der fremde Sohn

Oszillierend zwischen Film noir, Gerichtsdrama und Psychiatriefilm rollt Clint Eastwood den realen Fall eines 1928 verschwunden Kindes auf und bereitet Angelina Jolie den Weg zu einer Oscar verdächtigen Rolle

Man on Wire – Der Drahtseilakt

James Marshs Dokumentation »Man on Wire« über Philippe Petit, der am 7. August 1974 auf einem Drahtseil zwischen den beiden Türmen des World Trade Centers spazierte, ist das bewegende Dokument eines Künstlers, der seine Träume konsequent zu realisieren versuchte

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