Filmkritiken
Woche vom 15.07.2026
Léa Pool kehrt mit einem vielschichtigen Flüchtlingsdrama in unsere Kinos zurück. Saad und Reza wurden in ihrer Heimat (dem Iran bzw. Marokko) als Homosexuelle verfolgt und wollen sich als Paar eine Zukunft in Kanada aufbauen. Als Reza die Abschiebung droht, beginnt Saad ein Verhältnis mit einem Angestellten des Migrationsministeriums – ein Terrain der Zerrissenheit, durch das die Regisseurin engagiert und einfühlsam navigiert.
Musikdrama mit großen choreographischen Gesten. Für die Rondalla, ein traditionelles spanisches Musikfest, vergessen die Beteiligten allen Zwist und werden eins in Tanz und Klang.
Ambitioniert durchgestalteter Dokumentarfilm über Frauen und Landschaften zwischen Flixbus, Erwerbsarbeit, Migration und deutschem Grenzregime.
Eine materialreiche, brillant inszenierte und höchst unterhaltsame Geschichtsstunde im Chauvinismus deutscher Fernsehunterhaltung und dazugehörigem Aufbegehren.
Lotta Schwenks unabhängig produziertes Langfilmdebüt erzählt eine Coming-of-Age-Geschichte konsequent aus der Sicht der queeren Protagonistin. Die sinnliche, flirrende Bildgestaltung trifft in jeder Situation den richtigen Ton und zeichnet ein gleichsam individuelles wie universelles Porträt des Erwachsenwerdens.



