Filmkritiken
Woche vom 06.05.2026
Demenzdrama der anderen Art, denn hier wird nicht die Krankheit in den Vordergrund gestellt, sondern eine ungeahnte Form der (Wieder-)Annäherung. Die klassischen Symptome aber bleiben nicht außer Acht.
Mit einem zutiefst menschlichen Blick analysiert Zinnini Elkington die emotionalen Kosten eines überlasteten Gesundheitssystems, in dem alle zum Opfer werden. Berührend – und herausragend gespielt.
Statt auf überbordende Gefühle und Dramatik setzt Regisseurin Anna Cazenave Cambet auf Nüchternheit und Ruhe. Dass ihre Romanadaption über weibliche Selbstermächtigung trotz der einen oder anderen Länge zum Ereignis wird, liegt vor allem am ebenso nuancierten wie intensiven Spiel von Hauptdarstellerin Vicky Krieps.
Empathischer Dokumentarfilm über Menschen der Wissenschaft, die mit der mangelnden Resonanz auf ihre Erkenntnisse zur Erderhitzung hadern.
Eine filmisch-musikalische Forschungs- und Erlebnisreise zur lebendigen Erinnerung an die bis heute heftig umkämpfte Stadt Beirut.
Regisseurin und Frauenrechtsaktivistin Mahnaz Mohammadi schickt eine Frau im berüchtigten Evin-Gefängnis auf eine psychologische Tour-de-Force. Nach einem rauen und immersiven Auftakt entwickelt sich der Film zum eleganten Pychothriller, der die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Wahrnehmung verschwimmen lässt.
Valéry Carnoys Debüt erzählt von einem talentierten jungen Boxer, der nach einem Unfall an Phantomschmerz und Panikattacken leidet. Ein vielschichtiges, hartes und zartes Coming of Age, das von toxischen Dynamiken in einer Jungsclique und von Freundschaft erzählt und dabei dem Genre Boxerfilm seinen eigenen Stempel aufdrückt.






