Filmkritiken
Woche vom 15.04.2026
Narzisstische Millennium-Menschen, die um sich selbst kreisen und ihre eigentlich perfekte Fernbeziehung an die Wand fahren: Anna Rollers Verfilmung ruft ähnliche Irritationen hervor wie der Roman von Leif Randt, ist damit aber als dessen Umsetzung gelungen.
Regisseur Wheatley, Drehbuchautor Kolstad und Hauptdarsteller Odenkirk entfesseln, was man ein Actionfeuerwerk nennt, und reichern es mit politischer Relevanz an. Ein beißender Kommentar zur Gegenwart, Genrekino auf der Höhe der Zeit.
Mit seinen stimmungsvollen Bildern erzeugt das poetische Patchworkfamiliendrama eine Erwartung, die es am Ende nur teilweise erfüllt.
Bill Condons Adaption des erfolgreichen Broadway-Musicals thematisiert den Gegensatz zwischen der Brutalität des echten Lebens und der vergeblichen Hoffnung, im Eskapismus ein Heilmittel zu finden. Ein bisschen zu unversöhnlich stehen hier die bittere Gefängnisrealität und die glitzernde Musical-Welt nebeneinander, aber mit Newcomer Tonatiuh ist ein neuer Star geboren.
Ein einfühlsames Porträt von und Plädoyer für Transmenschen, die in der südwestdeutschen Provinz unter besonderer »Beobachtung« stehen.
Fiktionalisierung eines ergreifenden historischen Frauenschicksals, das fast exemplarisch zeigt, wie bedeutsamer Stoff vermeintlichen Publikumserwartungen geopfert wird.




