Aktuelles
17.08.2026
Russell T Davies spricht über seine neue Serie »Tip Toe«, wachsende Homophobie, Online-Hass und die Schattenseiten queerer Sichtbarkeit – und erklärt, warum gesellschaftlicher Fortschritt niemals selbstverständlich ist.
10.08.2026
Bella Ramsey und Neil Patrick Harris sprechen über Dreharbeiten wie im Ferienlager, die Vorbereitung auf ihre Rollen und warum Musik, Vertrauen und echte Emotionen den Film so besonders machen.
06.08.2026
Jutta Brückner hat als Autorin und Regisseurin den feministischen Zweig des Neuen Deutschen Films maßgeblich geprägt. Jetzt kommt eine neue Arbeit von ihr ins Kino. Claudia Lenssen blickt zurück.
31.07.2026
Welcher ist besser? »Terminator« oder »T2«? Ab 4. und 27. August im Direktvergleich auf der großen Leinwand.




Wie auf Erden
Keinesfalls bin ich der Meinung, wer Pollaks „Wie im Himmel“ kennt und mag, wird auch in „Wie auf Erden“ Spaß haben. Ganz im Gegenteil: das Schlechteste was ich in den letzten Jahren im Kino gesehen habe. Allenfalls die schauspielerische Leistung der Lena-Darstellerin Frida Hallgren hat Anerkennung verdient. Ansonsten aber ist festzuhalten: Noch weiter hätte die von „Wie im Himmel“ geprägte, hohe Erwartungshaltung nicht untertroffen werden können. Man fragt sich ständig: Ja geht’s vielleicht noch ein bisschen lauter und überzogener, noch etwas dicker aufgetragen? … und siehe da, es geht. Glaubt man die Schreierei (ich schätze der Anteil normale Gespräche zwischen 2 oder auch mehr Menschen auf deutlich unter 10 %) hätte bald ein Ende, geht sie weiter. Glaubt man, überzogener ginge es nun wirklich nicht, geht’s doch noch. Und all das bis zur letzten Szene. Sind die Charaktere in „Wie im Himmel“ einnehmend, nachvollziehbar, menschlich, so sind sie in „Wie auf Erden“ unrealistisch und überzogen bis zum Abwinken, bis zum Kino verlassen (hätte ich besser gemacht). Klar kann man über Geschmack streiten, aber dieser Film hat einfach keine Qualität. Maßlos enttäuschend. Schade.