Sascha Westphal
Filmkritiken von Sascha Westphal
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Parker ist ein absoluter Profi. Nachdem ihn seine Partner bei einem Raubüberfall betrogen und fast getötet haben, sinnt er auf Rache. So lässt sich praktisch jeder von Donald E. Westlakes »Parker«-Romanen beschreiben. Trotzdem entwickelt Taylor Hackfords im besten Sinne klassische Verfilmung eine ganz eigene Note. Zugleich fängt sie den anarchischen Geist perfekt ein
In den 30er und 40er Jahren des letzten Jahrhunderts waren Warner Bros. die Heimat des Gangsterkinos. Diese Tradition wird in Ruben Fleischers (»Zombieland«) extrem stilsicherem Mix aus Actionfilm und Film noir auf eindrucksvolle Weise wieder lebendig. Es geht um ein paar aufrechte Cops, die den legendären Mafiaboss Mickey Cohen zur Strecke bringen: »Gangster Squad«
Céline Danhier wirft in ihrer Dokumentation einen Blick auf das New York der späten 70er und frühen 80er Jahre und verliert sich dabei hoffnungslos in unzähligen Ausschnitten und wehmütigen Statements der Beteiligten
Das Ende ist näher, als alle glauben. Der Messias kommt auf die Erde und verliebt sich prompt in die Kleinstadtneurotikerin Marie. Florian David Fitz vermischt in seinem Regiedebüt »Jesus liebt mich« Komödiantisches mit Melodramatischem, Satirisches mit Weihevollem, dass es einfach eine wahre Freude ist
Drehbuchautor Marty Flanaran steckt in einer tiefen Schaffenskrise, aus der ihm sein Freund Billy, wenn nötig, auch mit Gewalt heraushelfen will. Erneut treibt Filmemacher Martin McDonagh so lange sein doppeltes Spiel, bis sich ironische Volten und echte Gefühle nicht mehr voneinander trennen lassen
Ein amerikanischer Soldat entführt den Drahtzieher der Anschläge von 9/11, der ihn mit einer anderen Wahrheit konfrontiert. Das Kammerspiel vermischt so geschickt Fakten und Fiktionen, das es tatsächlich Zweifel an der offiziellen Version der Ereignisse weckt
Sechs Geschichten, sechs Genres und etwa ein halbes Dutzend Stars, die Rollen, Alter, Hautfarbe und Geschlecht wechseln. Neben den Licht- und Schattenseiten der menschlichen Natur werden auch gleich die erzählerischen Möglichkeiten des Kinos ausgelotet
In seinem zweiten in den USA entstandenen Film »Possession – Das Dunkle in dir« bedient Ole Bornedal so ziemlich alle Konventionen des Exorzisten-Kinos. Große Innovationen hält die Geschichte aber nicht bereit
Mit seiner Verfilmung von Terence Rattigans Theaterstück schließt Terence Davies direkt an die unvergänglichen Meisterwerke von David Lean und Douglas Sirk an
Mit ihren eindrucksvollen Luftaufnahmen setzt Joseph Vilsmaiers filmische Liebeserklärung an Bayern visuell Maßstäbe. Nur verlieren selbst die imposantesten Bilder noch etwas von ihrer Kraft und ihrem Zauber, wenn sie von Offkommentaren begleitet werden, die an Werbebroschüren des Fremdenverkehrsamts erinnern



