Bogumił Godfrejów
Kammeramann/frau von:
Die Reise zu den Stätten des nationalsozialistischen Völkermordes in Polen wird für die Abschlussklasse einer israelischen Highschool zu einer gruppendynamischen Erfahrung und einer Auseinandersetzung mit den eigenen Emotionen angesichts des Grauens. Der Film von Asaf Saban ist nicht nur ein subtiles und authentisch wirkendes Gruppenporträt, sondern beiläufig auch eine Reflexion über die Frage, was eine angemessene Form des Erinnerns ist.
Zwei Schwestern auf dem Weg von Warschau in eine Schweizer Sterbeklinik, wo die ältere selbstbestimmt ihr Leben beenden will. Der Film wirkt gerade dadurch anrührend, dass er sein Publikum mit dieser Situation konfrontiert, ohne es emotional zu überwältigen.
Die Österreicherin Barbara Albert meldet sich nach einer Regiepause zurück mit einem autobiografisch inspirierten Stoff, der in die NS-Vergangenheit führt. Genau und formbewusst inszeniert, aber mit deutlich konzilianteren Tönen


