André Wilms

Als Schauspieler/in:

Im Österreich der späten 50er Jahre reibt sich ein Zwölfjähriger erst am strengen Patriarchat seines Vaters, dann am Diktat eines katholischen Internats. Schrill-schräge, gleichwohl mit großem Aufwand produzierte Adaption von André Hellers autobiografisch gefärbtem gleichnamigen Buch »Wie ich lernte, bei mir selbst Kind zu sein«
Mit französischer Leichtigkeit widmet sich Carine Tradieu einer der großen Fragen des Lebens: Was ist Familie? »Eine bretonische Liebe« ist ein großartiger Film, der direkt ins Herz geht
Siméon folgt Marie, die er eigentlich gar nicht kennt, auf die Ile de Groix, wohin es alsbald auch seinen Mitbewohner verschlägt, der wiederum Maries Ex im Schlepptau hat. Verwirrungen des Gefühls sind die Folge. »Marie und die Schiffbrüchigen« erzählt eine etwas zwangsoriginell auf verschlungenen Pfaden wandelnde Liebesgeschichte, die die Lässigkeit aufs Korn nimmt, mit der oftmals das Glück des Lebens verspielt wird – die dann aber daneben schiesst
In dem umsichtig-gediegenen Biopic »Marie Curie« erzählt Regisseurin Marie Noëlle das Leben der zweimaligen Nobelpreisträgerin, ohne sie allzu sehr ins Korsett eines stickigen Kostümfilms zu stecken
Ein Kleinkrimineller flüchtet vor einem Syndikat, dem er Geld schuldet, und landet bei einem alten Psychoanalytiker, der keinen Frieden mit seiner Vergangenheit schließen kann. Das klingt fast wie der Anfang eines misslungenen Witzes. Doch in Benjamin Heisenbergs wunderbar unkonventioneller Komödie »Über-Ich und Du« gelten andere Regeln
Nach fünf Jahren Pause kehrt Aki Kaurismäki ins Kino zurück – mit einem wundervollen Retromärchen über herzensgute Melancholiker und clandestine Lebenswege
François Ozon fährt schwere soziale Geschütze auf und vertraut auf das Wunder, das uns alle besänftigen soll: ein Wonnebrocken von Baby, das auch noch fliegen kann. So vergnüglich der Film »Ricky« ist, Sozialdrama und Fantasy wollen nicht so recht zu einer geschlossenen Erzählung zusammenwachsen