Disney+: »Call My Agent Berlin«

»Call My Agent Berlin« ist das deutsche Remake der französischen Erfolgsserie – ähnlich zynisch, selbstironisch und eine fast nostalgische Liebeserklärung an das Film-Business.

Venedig: Was war denn da los?

Jim Jarmusch kann sich über den Hauptgewinn auf einem der Top-Festivals freuen. Für einen Familienfilm, der trotz Top-Besetzung durch coole Zurückhaltung glänzt. Es war nicht die einzige Überraschung der Löwen-Verleihung in Venedig.

DVD-Tipp: »Gefährliche Züge« (1984)

Das Spiel ihres Lebens: »Gefährliche Züge« ist eine ­moderne Schachnovelle vor dem Hintergrund des Kalten Kriegs.

Venedig: Die Jury hat ein Problem

Kathryn Bigelow hat einen ebenso krachenden wie klugen Atomthriller geliefert, Mona Fastvold verblüffte mit einem Protestanten-Musical. Aber ein klarer Favorit zeichnete sich im Wettbewerb von Venedig bis zur Wochenmitte nicht ab. Dann rollte ein tunesisch-französischer Film über den Gaza-Krieg das Feld auf.

Stan & Ollie (2018)

Melancholisches, wunderbar gefühlvolles Biopic über die späten Jahre von Stan Laurel und Oliver Hardy, grandios verkörpert von Steve Coogan und John C. Reilly. Um die erlahmte Karriere in Gang zu bringen, touren die beiden Anfang der 50er-Jahre durch England.

Das Mädchen mit den goldenen Händen (2021)

1999. Zehn Jahre nach der Wende versucht Gudrun (Corinna Harfouch) in einem kleinen ostdeutschen Städtchen den Verkauf des ehemaligen DDR-Kinderheims zu verhindern. Ein Thema, das mehr Konzentration verdient hätte.

DVD-Tipp: »Star Blazers 2199 – Space Battleship Yamato« (2012)

Überlegene Aliens haben die Erde verwüstet. Die Hoffnung der Menschheit liegt auf der Besatzung der »Yamato« in der Anime-Serie »Star Blazers 2199 – Space Battleship Yamato«
Gerhard Midding

In Venedig werden wieder einmal die Stoppuhren gezückt. Man dachte, diese Manie habe sich allmählich gelegt. Aber auch in diesem Jahr muss jeder Schlussapplaus akkurat gemessen werden. Zumal die anglo-amerikanischen Presse sieht sich hier in der Chronistenpflicht. Am Montag war ein erster Rekord zu vermelden. Bei „The Smashing Machine“ dauerten die stehende Ovation 15 Minuten, welche den Hauptdarsteller Dwayne Johnson zu Tränen rührten.

Gerhard Midding

Die 13 muss im Kino keine Unglückszahl sein. Die Regisseure beispielsweise, die im Lauf ihrer Karriere exakt so viele Filme realisiert haben, bilden eine illustre Riege: Jacques Becker, Antonio Pietrangeli und Stanley Kubrick, Der Japaner Shinji Sômai gehört ebenfalls in diesen exklusiven Kreis.

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