ARD-Mediathek: »Kafka«

Der aufwendige Sechsteiler »Kafka« korrigiert tradierte Vorstellungen über Franz Kafka, erscheint aber in seiner bühnenartigen Stilisierung zuweilen etwas prätentiös.

ZDF-Mediathek: »In Her Car«

Chauffierdienst im Bombenhagel: »In Her Car« erzählt als fiktionale Serie unmittelbar aus dem ukrainischen Alltag zu Zeiten des russischen Überfalls.

Sky: »Curb Your Enthusiasm«

Nach 23 Jahren und 12 Staffeln will Larry David seine Serie »Curb Your Enthusiasm« nun wirklich beenden. Kann das gut gehen?, fragen sich die Kenner der Cringe-Comedy.

E-Mail an... Helke Sander

Helke Sander 87, Regisseurin und Autorin, ist eine Ikone des feministischen Films. Zu ihren Arbeiten zählen »Die allseitig ­reduzierte Persönlichkeit – Redupers«, »Der Beginn aller Schrecken ist Liebe« und »BeFreier und Befreite«; außerdem gründete sie mit »Frauen und Film« die erste feministische Filmzeitschrift Europas. Claudia Richarz ­porträtiert sie in »Helke Sander: Aufräumen«.

Der Zopf

Der Film spinnt ein episodisch erzähltes Netz zwischen drei Frauen auf drei Kontinenten, entpuppt sich aber als weltumspannende Soap-Opera mit Hang zur aufgesetzten großen Geste und Kalenderspruch-Botschaften.

The Zone of Interest

Jonathan Glazer erzählt vordergründig vom beschaulichen Dasein der Familie des Auschwitz-Kommandanten Rudolf Höß. Kunstvoll erhebt er Einspruch gegen die Obszönität dieser Idylle. Ihm gelingt ein Meisterstück beklemmender filmischer Suggestion, denn untergründig ist das Grauen der Shoah in jeder Sekunde zu spüren.

Der Wunsch

In ihrer Langzeitbeobachtung begleitet Judith Beuth zwei Frauen zehn Jahre lang beim Versuch, ein eigenes Kind zu bekommen. Statt fordernd zu fragen, eröffnet sie den Protagonistinnen einen Raum mit viel Luft zum Atmen und Nachdenken.

Wir waren Kumpel

Der Dokumentarfilm stellt fünf Menschen vor, die, alle zuvor im Bergbau beschäftigt, mit einer neuen Lebenssituation zurechtkommen müssen. Seinem Anspruch, damit auch das Männlichkeitsbild des Berufs infrage zu stellen, wird der Film nicht immer gerecht.

Die Unschuld

Auf den Spuren von »Rashomon« erzählt Hirokaz Kore-edas neuer Film drei Versionen der gleichen Geschichte, um der Wahrheit über die mögliche Misshandlung eines Schülers auf die Spur zu kommen. Die bewährte Sensibilität des Regisseurs hat in dieser Kon­struktion keinen leichten Stand, findet aber doch zu wehmütiger Zuversicht.

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