So klingt die Hitze – epd film Newsletter 14.08.2025
So klingt die Hitze
Einmal mehr ist unser Alltag von extremer Sommerhitze geprägt. Ungemütlich wird es dabei gerade in den von der Hitze aufgeladenen Städten. Filmen bietet ein solches Setting schon lange reizvolle Möglichkeiten. Ob als Handlungsauslöser, Metapher für gesellschaftliche Spannungen oder Vorwand, um nackte Haut zu zeigen… Maxi Braun hat für ihren Essay »Summer in the City: Die Hitze im Kino« einmal genauer hingeschaut, wie städtische Hitze im Film funktioniert und beschäftigt sich mit den Motiven von Klassikern wie Hitchcocks »Das Fenster zum Hof« oder Noémie Merlants aktueller Sommer-Horrorkomödie »Balconettes«.
Auch die Protagonisten von Óliver Laxes in Cannes mit dem Preis der Jury ausgezeichneten »Sirât« sind der Sonne ausgesetzt. Auf der Suche nach seiner Tochter begibt sich ein Vater zusammen mit einer wilden Gruppe von Ravern auf einen Roadtrip quer durch die Wüste Marokkos. Begleitet werden sie von den stetig im Hintergrund wummernden Technobeats, die zum besonderen Leitthema des Films werden und die Zuschauer in einen geradezu tranceartigen Zustand versetzen.
Da auch Mascha Schilinskis »In die Sonne schauen«, mit dem sich »Sirât« den Preis teilt, durch eindringliche Tondramaturgie besticht, war es höchste Zeit sich einmal intensiver mit der Geschichte des Sound Designs auseinanderzusetzen. Gerhard Midding tut dies in seinem Artikel: »Sound Design: So klingt die Wüste«.





