Kritik zu Faster

© Sony Pictures

2010
Original-Titel: 
Faster
Filmstart in Deutschland: 
17.03.2011
Musik: 
L: 
98 Min
FSK: 
18

Dwayne Johnson in einer Rolle, in der man den ehemaligen Wrestlingstar schon immer vermutet hätte: als kaltblütiger Actionstar, der es Arnold Schwarzenegger gleichtut und mit wenigen markanten Sätzen »terminiert«

Bewertung: 3
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Rache ist ein Gericht, das am besten kalt serviert wird, dieses »alte klingonische Sprichwort« zitiert schon Uma Thurman im Rächerfilm »Kill Bill«. Und es ist die »Kälte« seiner Haltung, an der wir sofort die Mission von Dwayne Johnsons Figur in »Faster« erkennen. In der allerersten Szene bereitet ihn ein pompöser Tom Berenger als Gefängniswärter in väterlich-fürsorglichem Ton auf seine Entlassung nach 10 Jahren vor. Johnson aber, der im Film nur als »Driver« tituliert wird, antwortet auf das Gesprächsangebot mit einer kalten, knappen Frage: »Wo ist der Ausgang?« Um dann schnurstracks sein Ziel zu verfolgen: Irgendwo steht schon ein Auto für ihn bereit, ist die Waffe besorgt, hat ein Privatdetektiv ihm eine Liste mit fünf Namen zusammengestellt und prompt wird der erste, ein eigentlich harmlos wirkender Angestellter in irgendeinem bedeutungslos scheinenden Büro per Kopfschuss niedergestreckt. Da sind die Filmcredits noch nicht zu Ende.

Womit auch schon der wesentliche Vorzug dieses kleinen Genrefilms beschrieben wäre: Er kommt schnell zur Sache und erzählt angenehm schnörkellos seine Geschichte, die fast vollständig aus Versatzstücken besteht, worüber hier niemand Scham empfindet. Das Motiv von Johnsons »Driver« ist so eines: Bei einem Bankraub kam sein Bruder ums Leben, nun jagt er die dafür Verantwortlichen. Die verschiedenen Verfolger, die sich an seine Fersen heften, sind ebenfalls wohlvertraute Typen: Da ist die ehrgeizige Polizistin Cicero (Carla Gugino), die sich darüber ärgert, dass ihr verwahrloster Kollege »Cop« (Billy Bob Thornton) am Tatort erscheint und übernehmen will. »Cop«, der Bulle mit Drogenproblem, steht zwei Wochen vor der Verrentung, und er wie wir wissen, was das heißt. Des Weiteren engagiert ein großer Unbekannter einen Auftragsmörder (Oliver Jackson-Cohen), der sich gerade verliebt hat und deshalb ebenfalls nach erfolgter Ermordung Drivers den Beruf wechseln will. Hinterher ist man nicht schlauer, aber gut unterhalten.

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