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Mich hat der Film sehr beeindruckt – vor allem die schauspielerischen Leistungen und die eindringliche Darstellung davon, wie dünn das Eis komplexer sozialer Gefüge ist – wie leicht man trotz guter Absichten einbricht und wie schwer, manchmal unmöglich, es ist, da wieder herauszukommen.
Verständlich und für mich absolut nachvollziehbar, wenn das nicht jede und jeder so sieht (schlimm wäre es, wenn es anders wäre).
Was mich allerdings wirklich irritiert, ist die Selbstgewissheit, mit der hier teilweise festgelegt wird, wie Schule „wirklich“ ist, wie Sprache korrekt zu sein hat, welches Bildformat noch „zumutbar“ ist – und sogar, welche Menschen offenbar besser gar nicht erst im Film vorkommen sollten.
Das hat für mich weniger mit Filmkritik zu tun als mit einer bemerkenswerten Intoleranz gegenüber allem, was nicht ins eigene Raster passt.
Man kann einen Film ablehnen – aber die Vehemenz, mit der hier Vielfalt, Ambivalenz und selbst formale Entscheidungen abgewertet werden, wirkt fast so, als sei nicht der Film das eigentliche Problem, sondern die Erwartung, dass sich Dinge – im Film wie außerhalb – den eigenen Vorstellungen unterordnen.

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