Aktuelles
28.02.2026
Kristen Stewart über ihren Regie-Erstling »The Chronology of Water«: ein radikal persönlicher Film über weibliche Selbstermächtigung, künstlerische Autonomie – und das Ringen um eine eigene, unverstellte Stimme.
27.02.2026
Jim Jarmusch, geboren 1953 in Ohio, ist einer der profiliertesten US-Autorenfilmer und die ewige Verkörperung des Independent-Films. Für »Father Mother Sister Brother« erhielt er 2025 in Venedig den Goldenen Löwen.
25.02.2026
Ein starkes Generation-Jahrgang: Von der brasilianischen Zeitreise-Doku »The Fabulous Time Machine« über das berührende rumänische Roadmovie »Atlas of the Universe« bis zu empowernden Geschichten wie »Gugu's World« und »Ghost School«.
25.02.2026
»Staatsschutz« und »Traces« – Zwei politische Film gewinnen die diesjährigen Panorama-Publikumspreise.




Regenbogen vom Reißbrett
Über zwei Jahrzehnte nach »Queer as Folk« (UK 1999, US 2000) zieht die ARD mit der Degeto-üblichen Mischung aus lieb gemeint und pädagogisch wertvoll nach und verklappt sie im Nachtprogramm. Die queere Community bekommt ihr Zuckerl, ohne Otto Normalverbraucher groß zu behelligen.
Tom, der interessanteste Mann aus der ersten Staffel, darf noch mal kurz durchs Bild laufen, der Rest der Truppe vergällt einander Staffel zwei mit Gschiß um Verwechslung von Liebe und Sex. Tom und Vincent hatten Letzteres, nicht mehr und nicht weniger — na und??? Kriegt euch wieder ein!
Lichtblick der zweiten Staffel ist Andreas, bäriger Rugbytrainer und Gelegenheitsdragqueen, der allerdings leider über den Nebenrollenstatus des weisen Nestor nicht hinauskommt.
Die selbstgerechte und moralinsaure Hauptperson spiegelt die Generation Z perfekt wider. Bester Satz: »Sorry Vince, aber du bist hier nicht das Opfer.«