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Gut 18 Jahre nach »Vier Minuten« klinken sich Chris Kraus und Hannah Herzsprung noch einmal ins Leben der psychisch versehrten Klaviervirtuosin Jenny von Loeben ein. Nach all den Jahren Knast für einen Mord, den sie nicht begangen hat, ist sie noch immer eine tickende Zeitbombe, in einem vielschichtig starken Film, der zugleich Liebesgeschichte und Rachedrama, Musical und TV-Show-Satire und eine Geschichte über Migration und Integration sein will.
Die Schauspieler sind glänzend in diesem Film. Daniel Brühl spielt Jan als etwas naiven Idealisten, der bei aller Gutmütigkeit etwas lauernd Gefährliches ausstrahlt. Und auch Peter, den Stipe Erceg verkörpert, wirkt auf faszinierende Weise unberechenbar. Julia Jentsch ist eine Entdeckung fürs Kino.
Mit absichtlich altbackener Fernsehspielästhetik stellt Scott Z. Burns die Aufklärung über die CIA-Foltermethoden nach.
Sensibel setzt Carine Tardieu die Liebe, die zwischen einer Frau von 70 Jahren (Fanny Ardant) und einem 45-Jährigen (Melvil Poupaud) ausbricht, in Szene. Bald jedoch schwenkt die wehmütige Komödie hinüber ins Melo. Das einfühlsame Ensemble (allen voran Cécile de France als betrogene Ehefrau) setzt derweil jede Figur in ihr Recht.
Das Ancien Régime liefert Coppola das Modell für eine schön anzuschauende, darum aber nicht unbedingt triviale Betrachtung über eine moderne Upper Class, die sich vom Rest der Gesellschaft verabschiedet hat.
Ein komplexes Spionage-Familiendrama im unwirtlichen Berlin mit einem hochklassigen Ensemble.
Mit »The Piano Accident« realisiert Quentin Dupieux eine Mediengroteske über den Schmerz – mit Adèle Exarchopoulos als provozierende Influencerin.
Ein Pädagoge filmt die Propaganda an einer russischen Schule. Die Doku geht ins Oscar-Rennen.
Die französische Regisseurin Mati Diop findet in ihrem bei der Berlinale in diesem Jahr mit dem Goldenen Bären ausgezeichneten Essay-Film neue Bilder für den abstrakten Begriff der Restitution. Sie sprengt dabei nicht nur die dokumentarische Form, sondern auch eurozentrische Sehgewohnheiten, um den immensen Verlust von Geschichte, Identität und kulturellem Erbe in Benin nachvollziehbar zu machen.
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