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Nein, kein Gaspar-Noé-Remake, sondern eine portugiesische Noir-Serie, die Gesellschaftskritik im Krimigewand zeigt.
In ihrem autobiografischen Dokumentarfilmdebüt verarbeitet Daniela Magnani Hüller einen Mordversuch, den sie als 16-Jährige nur knapp überlebte. Mit einer empathischen Mischung aus Sachlichkeit und Offenheit gibt sie nicht nur Einblick in ihre persönliche Traumabewältigung, sondern zeigt gesellschaftliche und juristische Strukturen, die Femizide begünstigen.
Ein früheres Ehepaar trifft sich nach Jahren am Grab des tragisch verunglückten Sohnes wieder und entwickelt einen Diskurs über die Vergangenheit und den Umgang mit Trauer. Atmosphärisch kann die Verfilmung eines Theaterstücks punkten, Drehbuch und Darstellung aber überzeugen nicht durchweg.
Kilian Armando Friedrich verbindet dokumentarische Unmittelbarkeit mit präzisem sozialem Blick. Sein Spielfilmdebüt zeigt, was sonst unsichtbar bleiben soll: die Erschöpfung, Würdelosigkeit und stille Gewalt einer Arbeitswelt, die nur funktioniert, solange Menschen sich selbst aufreiben. Atemlos, beklemmend, mit einer großartigen Hauptdarstellerin.
Sie ist ungewollt schwanger und er todkrank: Simon Ostermann erzählt davon, wie Tochter und Vater wieder zueinander finden - trotz aller TV-Konvention mit großer Leichtigkeit und Charme.
Theodor Storms Novelle »Der Schimmelreiter« von 1888 liefert Stoff für die Gegenwart. Didaktische Elemente verbinden sich aber nicht immer organisch mit der Geschichte eines Außenseiters und seines Kampfes gegen den Klimawandel.
Selten wurde das Konzept Familie so überzeichnet und doch ehrlich seziert wie hier. Glasner riskiert mit seiner Tragikomödie viel und obwohl er manchmal strauchelt, gelingt ihm dank seines hervorragenden Ensembles ein fast perfekter Film über das Leben, den Tod und allem, was uns dazwischen in die Verzweiflung treibt.
Verfilmung des »GameStop«-Squeeze, bei dem Tausende Kleinanleger die Wall Street mit dem Ankurbeln einer wertlosen Aktie in Panik versetzten: Der Film macht daraus eine höchst vergnügliche und durchaus kritische Schelmengeschichte.
Mascha Schilinski filtert hundert Jahre deutsche Geschichte durch die Erfahrungen von vier Mädchen und erfindet dabei eine großartige, assoziationsdichte Bildsprache.
Agathe Riedinger prangert die Mechanismen einer Selbstoptimierung an, die an Selbstverstümmelung grenzt, betrachtet die Reality-TV-Obsession der 19-jährigen Liane aber voll Empathie und Respekt.
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