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Colman Domingo spielt im Paranoia-Thriller »The Madness« einen Fernsehjournalisten, der den großen Durchbruch in greifbarer Nähe sieht, dann aber unfreiwillig Zeuge eines Mords im US-Neonazimilieu wird.
In seinem vielgelobten Regiedebüt »The Piano Lesson« erzählt Malcolm Washington (Sohn von Denzel) die Geschichte einer Schwarzen Familie im Amerika des frühen 20. Jahrhunderts.
Weihnachten unter Spionen: In »Black Doves« sind Keira Knightley und Ben Whishaw im Auftrag einer nicht unbedingt wohlmeinenden Organisation unterwegs.
»Joy« ist eine Hommage an jene drei Pioniere, die unter Anfeindungen die bahnbrechende Prozedur der künstlichen Befruchtung entwickelten.
Mit Hilfe von Interviews heute und Aufnahmen von damals reflektiert David Tedeschi in »Beatles '64« über die Ankunft der »Pilzköpfe« in den USA.
Steve McQueen stellt in »Occupied City« Bilder des heutigen Amsterdam mit Informationen zu Häusern und Menschen aus der Zeit der Nazibesetzung zusammen, so faszinierend wie eindrücklich.
In der warmherzigen Feelgood-Sitcom »A Man on the Inside« ermittelt Ted Danson undercover im Altersheim – und kommt dabei vor allem den vielfältigen Ausprägungen von Einsamkeit unter Senioren auf die Spur.
RP Kahl verbindet in seiner Kinoadaption von Peter Weiss' Dokumentarstück Filmisches und Theatrales zu einer meisterlichen Darstellung des Systems »Auschwitz«. So leistet er nicht nur dringend notwendige Aufklärungs- und Erinnerungsarbeit. Er nährt auch die Hoffnung, dass das Benennen des Barbarischen es zugleich bannen kann.
Darren Aronofskys Film über einen adipösen Mann mittleren Alters, der sich seiner entfremdeten Tochter wieder annähern will, reibt sich am Zeigbaren und schürft nach spiritueller Tiefe. Die Oscars für Hauptdarsteller Brendan Fraser und das Maskenbild waren zu erwarten: auch als Indiz einer erzählerischen Ambivalenz, die sich ihrem Thema mal ratlos und mal offensiv stellt.
Ein erfahrener Kommissar erliegt der Faszination einer rätselhaften Mordverdächtigen und droht, in einem Gespinst aus Augentrug und Manipulation verloren zu gehen. Dieser Plot mag zum Grundbestand des Film noir gehören, aber Park Chan-wook unterläuft dessen Konventionen so raffiniert und mit solch lyrischem Argwohn, dass daraus ein Meisterstück der Ambiguität entsteht. In Cannes wurde der Südkoreaner mit dem Regiepreis ausgezeichnet. Ein Preis für seine Co-Autorin Chung Seo-kung wäre ebenso verdient gewesen.




