Marc Limpach

Als Schauspieler/in:

Ein sterbenskranker Gangsterboss, sein zukunftstrunkener Gegenspieler und eine Auftragskillerin, die ohne Schalldämpfer arbeitet: Christoph Hochhäusler inszeniert einen zeitgenössischen Film Noir, in dem das Alte und das Neue einen erbitterten Kampf um die Hoheit austragen. Eine Frischzellenkur für das Genre - nicht nur dank des ungeläufigen Drehorts Brüssel und einer Besetzung voller unverbrauchter Gesichter (Sophie Verbeek ist magistral), die um einen alten Löwen (der anmutig verwitterte Louis-Do de Lencquesaing) kreist.
Margarethe von Trotta porträtiert die Dichterin Ingeborg Bachmann, ihre tragische Beziehung zu Max Frisch und die Suche nach Heilung. Mit mondänen Locations, stilvollen Bildern und guten Schauspieler*innen, allen voran Vicky Krieps in der Hauptrolle, bleibt der Film erzählerisch leider zu vage und zu mutlos, sowohl was die Liebesgeschichte, als auch was das Denken und das Werk Bachmanns angeht.
Jugendfilm, der nur auf den ersten Blick wie eine der üblichen Abenteuertouren zweier Freunde erscheint. Es geht um Freundschaft, Erwachsenwerden und die Veränderung familiärer Strukturen.
Vor dem Hintergrund einer faszinierend künstlichen Welt verzahnt Stefan Ruzowitzky Kriegsdrama, Horrorthriller und Serienkiller-Noir. Das Wien der 20er Jahre hat er, inspiriert von den Filmemachern und Malern des Expressionismus, im Computer komplett neu zusammengesetzt