Lars Knudsen
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Eine spielerisch gemeinte Enthüllung kurz vor der Hochzeit stürzt das vermeintlich glückliche Paar in eine tiefe Krise. Kennt man einander eigentlich wirklich? Und wenn nein, hat das dann noch einen Sinn? Borglis treffend betitelte, prominent besetzte Versuchsanordnung kreist um die Frage, wie viel Wahrheit die Liebe verträgt, und findet dezidiert unromantische Antworten.
In einem Kaff in der Wüste New Mexicos brechen sich zur Zeit der Corona-Pandemie so ziemlich alle Konflikte Bahn, die die US-Gesellschaft seitdem prägen. Starbesetzt, teils virtuos erzählt und gnadenlos in alle Richtungen austeilend, bleibt diese Versuchsanordnung doch zu steril, um ihrer eigenen Ambition gerecht zu werden.
Yorgos Lanthimos zerlegt alles andere als subtil unsere selbstzerstörerische Gegenwart. Eine niederschmetternd zynische kinematografische Attacke.
Ein durchschnittlicher Biologieprofessor erscheint auf einmal in den Träumen anderer Menschen. Aus dieser Grundprämisse macht Kristoffer Borgli eine skurrile Tragikomödie um die Verführungskraft sowie die Schattenseiten von Ruhm. Mit Nicolas Cage als herausragendem Fixpunkt.
Die Odyssee eines neurotischen Mannes zur Beerdigung seiner Mutter gerät zum Abstieg in jenen Keller, in dem die Leichen vergraben liegen. Doch leider kann auch die fulminante schauspielerische Leistung von Joaquin Phoenix in der Titelrolle nicht darüber hinwegtäuschen, dass es in Horrorinnovator Asters neuestem Werk dergestalt drunter und drüber geht, dass sich am Ende kein Sinn mehr ergeben will.
Mit Akribie verfilmt Robert Eggers jene nordische Sage um die Rache eines Königssohns, die Shakespeare zu »Hamlet« inspirierte. Halb Epos, halb Abenteuerfilm und über weite Strecken spannend inszeniert, bleiben die Figuren zu eindimensional und die Geschichte dramaturgisch zu flach, um nachhaltig zu beeindrucken.
Wie schon in »Hereditary« vermischt Ari Aster in »Midsommar« erneut Horror und Melodrama, wobei die formale Brillanz seiner Inszenierung seine auffallend affirmative Haltung gegenüber heidnischen Opferbräuchen unterstreicht
Mit dem Tod der Großmutter nimmt ein bizarres, unheilvolles Familienschicksal seinen Lauf. Im Geiste des Okkulthorrors der 1960er und 1970er Jahre, doch mit prägnanter Handschrift ist Ari Aster ein extrem spannendes, verstörendes Langfilmdebüt gelungen: »Hereditary«
Andrea Arnolds Hollywood-Debüt »American Honey« ist ein Roadmovie über die Kinder eines neuen Amerikas. Ein Gruppe Jugendlicher reist ziellos durch die USA, auf der Suche nach einem Platz in der Gesellschaft
Endlich wieder ein Horrorfilm, der dem Genre Ehre macht: »The Witch« feiert das Unheimliche und Irrationale und gibt gleichzeitig schwer zu denken. Im historischen Gewand erweist sich der Schrecken bei näherer Betrachtung als durchaus gegenwärtig






