Andra Day
Als Schauspieler/in:
Mit seiner dritten Regiearbeit setzt Bradley Cooper statt auf Pathos und große Gesten auf fein beobachtete Zwischenmenschlichkeit in Form einer bescheidenen tragikomischen Beziehungsgeschichte. Dass er selbst dieses Mal nur eine Nebenrolle übernommen hat, erweist sich als Vorteil, doch Co-Autor Will Arnett als vom Ehe-Ende überforderter Vater, der plötzlich Stand-up-Comedy zur Krisenbewältigung für sich entdeckt, ist nicht der einnehmendste Protagonist.
Lee Daniels interpretiert die Biografie der 1959 im Alter von nur 44 Jahren verstorbenen Jazzsängerin neu: Er stellt sie als ein Opfer politischer Verfolgung dar. Sein Film schwelgt im dekorativen Glanz der Nachkriegszeit und dessen rassistischen Vorurteilen, während Hauptdarstellerin Andra Day der Titelrolle atemraubendes Charisma verleiht



