Amin Jafari
Kammeramann/frau von:
Eine Entführung, dann fährt eine Schicksalsgemeinschaft mit dem vermeintlichen Peiniger, der sie im Gefängnis gefoltert hat, durch die Stadt. Wie mit ihm umgehen? Für seine zwischen Thriller und absurdem Theater changierende Abrechnung mit dem iranischen Regime erhielt Jafar Panahi in Cannes die Goldene Palme.
Emad Aleebrahim Dehkordis entwirft das Porträt zweier unterschiedlicher, innig verbundener Brüder, die auf ihre je eigene Weise mit dem Tod der Mutter umgehen. Das Debüt erzählt von neureichen jungen Erwachsenen Teherans, von Drogen, Liebe und dem Umgang mit Trauer.
Dem iranischen Film gelingt das Kunststück, die politischen Obertöne in einem einfühlsam-stillen Drama über den Schmerz der Trauer erklingen zu lassen, während die überlegt konstruierten Bilder einer todtraurigen Wut Raum geben.
Spannende Spurensuche im ländlichen Iran – Regisseur Jafar Panahi (»Taxi Teheran«) spielt sich in »Drei Gesichter« erneut selbst und begibt sich in dieser gekonnten Mischung aus Doku und Fiktion auf die Suche nach einem angeblich in den Selbstmord getriebenen Mädchen

