Kritik zu Von Menschen und Pferden

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Ein Film, der ins Herz zielt, Liebe verspricht und Pferde liefert, der jedem Reiter und Islandfreund ein weiteres Rätsel aufgibt und dabei Freud und Leid auf ganz eigene Weise vermischt

Bewertung: 4
Leserbewertung
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2.3 (Stimmen: 3)

Dieses kleine isländische Meisterwerk ist ein Liebesfilm. Er zeigt, wie Liebe blind macht, dass sie zur Raserei führen kann, dass sie immer wieder dem Trieb gehorcht und dass dabei ein Gefühl bleibt, das auf Erfüllung drängt. Von Pferden und Menschen ist ein Film über die Einsamkeit von Liebenden und, wie Regisseur Benedikt Erlingsson es selbst beschreibt, »über das Pferd im Menschen und den Menschen im Pferd«. Das klingt absurd, ist es auch und hat doch viel mit dem zu tun, was in diesem Film zu sehen ist. Und auf das Sehen kommt es an, denn gesprochen wird in der nordisländischen Einöde, in der es auch im Sommer mal schneien kann, nur sehr wenig.

Der Film beginnt mit einem Betrug. Die weiße Stute, die Kolbeinn über alles liebt, wird ihm untreu. Vor der Tür von Kolbeinns Angebeteter Solveig lässt sich diese Stute von deren Hengst bespringen, und zwar während Kolbeinn noch im Sattel sitzt. Ein Bild voll absurder Komik und gleichzeitig tiefer Traurigkeit. Zu Hause wird der gekränkte Kolbeinn seine geliebte Stute erschießen und auch Solveig keines Blickes mehr würdigen.

Mit dieser Episode beginnt ein Film, der die Islandponys in den Mittelpunkt rückt. Der Abspann betont, dass keinem dieser Pferde ein Leid angetan wurde, und verrät, dass alle Beteiligten Pferdebesitzer und -liebhaber seien. Und das ist wichtig, denn man sieht eines dieser Pferde durch das eiskalte Meer schwimmen, nur weil sein Reiter illegalen Wodka von einem russischen Schiff kaufen will. Der Wodka wird ihn umbringen, das Pferd überlebt. Ein anderer, der mit seinem Trecker die Verfolgung von zwei Ponys und einem Reiter aufnimmt, wird für diesen Verrat büßen und eine Klippe he­runterstürzen. Und wieder ein anderer, ein gottsuchender Gast aus dem fernen Südamerika, wird nur im Bauch seines toten Pferdes vor der Kälte geschützt. Vor allem aber wird Kolbeinn sich am Schluss seine Ehre zurückerobern. Bei einer Treibjagd wird er mit Solveig schlafen, auf offener Wiese, beobachtet von den vielen Witwen des Dorfes, und dabei deren Hengst am Zügel halten. 

Benedikt Erlingssons Film ist ein wunderbarer Reigen, der das merkwürdige Wesen des Islandpferdes hochleben lässt. Er zeigt den Stolz dieser Tiere, die immer wieder aufs Neue eingefangen und überredet werden müssen, sich satteln zu lassen. Er zeigt die Kraft, mit der sie in Wind und Wetter drauflosstürmen. Und nicht zuletzt das immer etwas zappelig wirkende »Tölt«, jene spezielle isländische Gangart, die den Reiter gerade, aufrecht und fest im Sattel sitzen lässt und in dem unwegsamen vulkanischen Gelände die einzig sinnvolle Art der Fortbewegung ist. Und so hat dieser Film kaum eine Geschichte jenseits seiner kruden Charaktere, die wir schon aus den Romanen von Hallgrímur Helgason oder aus den Filmen von Baltasar Kormákur kennen. Und dass der große isländische Regisseur Fridrik Thór Fridriksson diesen Film produziert hat, trägt sicher auch einiges zu dessen schrägem Charme bei.

Meinung zum Thema

Kommentare

Die Pferde verkommen völlig zu einem passiven Beiwerk ihrer eigenen Schicksalstragödien. Auf Leben und Tod ausgeliefert ihren skurielen Besitzern. Die schönen Landschaftsaufnahmen und die dynamischen Bilder der Pferde in Bewegung werden immer wieder zerstört durch die unnötig toten Pferdeleiber.

Nur Menschen, die in alt patriarchalem Gedankengut feststecken verstehen den Mord an der angeblich so geliebten Stute, weil diese ihrem natürlichen Trieb folgt. Auf welcher Metaebene fern von der Realität ihres Pferdelebens soll denn diese Beziehung gewesen sein, dass sie eine solche Reaktion irgendwie verständlich macht? Oder soll dies andeuten ihr Besitzer habe selbst eine sexuelle Beziehung mit ihr geführt, die dieses Eifersuchtsdrama zur Folge hatte? Beides ist für Menschen, die einen respekt- und rücksichtsvollen Umgang mit jeglichem Beziehungspartner präferieren einfach unerträglich!

TOTAL GESCHMACKLOSER FILM!!!!!!!!!!

Wie kann bloß so ein Film entstanden sein.

nur perverse menschen können sich so ein ansehen.

Hier sieht mann das es Darsteller und Filmemacher gibt die null Hirn und zu viel geld haben.

KEIN FILM FÜR PFERDEFREUNDE!!!! EINFACH EKLIGER FILM!!!

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