Kritik zu Tito, der Professor und die Aliens

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Ein weltfremder Professor, der für das Militär der Area 51 einen Decoder konstruiert hat, der Signale aus dem Weltall einfangen soll, muss sich plötzlich um die beiden Kinder seines verstorbenen Bruders kümmern

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»Und wo ist der Swimmgpool?! Und wo ist Lady Gaga?!« Die 16-jährige Anita ist empört. Da hat ihr Vater sie und ihren 7-jährigen Bruder Tito aus Neapel zu ihrem Onkel in die USA geschickt, nach Las Vegas, wo doch jeder einen Swimmingpool habe und wo auch Lady Gaga wohnen würde. Und jetzt finden sie sich nach einer langen Autofahrt irgendwo in der Einsamkeit der Wüste wieder, in einer geräumigen, wenn auch zeltähnlichen Unterkunft.

Auch ihr Onkel ist nicht gerade begeistert von der Ankunft der Kinder, von der er erst vor kurzem durch eine Videobotschaft seines Bruders erfuhr, die dieser kurz vor seinem Tod aufgenommen hat – was ihm keine Alternative lässt. Schließlich ist die Mutter der Kinder schon vor Jahren verstorben. Das verbindet die beiden Brüder, denn auch der Professor ist Witwer, der sich von seiner Konstruktion eines Decoders, der Signale aus dem Weltall einfangen soll, in erster Linie erhoffte, mit seiner verstorbenen Frau wieder in Verbindung zu treten. Dass er jetzt am liebsten den ganzen Tag unter freiem Himmel auf seiner Couch liegt und Signalen aus dem All lauscht, gefällt allerdings dem Militär der benachbarten Area 51, für die der Professor diese Maschine namens Linda entwickelt hat, gar nicht, denn seit sechs Jahren gibt es keine Resultate. Doch dann öffnet sich dank einer Konstellation der Planeten ein Fenster, das den Empfang ermöglicht. Aber schon in zwei Stunden wird sich diese Lücke zwischen den Planeten wieder schließen. Wird es dem Professor gelingen, die vom Militär bereits abgeschaltete Linda erneut zu aktivieren?

Dem Film der Regisseurin Paola Randi gelingt es, Momente des großen Abenteuers mit dem Staunen des klassischen Science-Fiction-Kinos zu verbinden und dabei eine berührende Familiengeschichte zu erzählen, bei der gilt: solange die Toten nicht vergessen sind, leben sie weiter.

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