Kritik zu Need for Speed

© Constantin

2014
Original-Titel: 
Need for Speed
Filmstart in Deutschland: 
20.03.2014
Musik: 
A: 
L: 
130 Min
FSK: 
12

Aaron Paul (»Breaking Bad«) spielt die Hauptrolle in der zweiten Spielfilmregie (nach dem durchgefallenen Act of Valor) von Ex-Stuntman Scott Waugh, der sich diesmal eine Videospiel als Vorlage gewählt hat

Bewertung: 2
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Lass dich nicht mit den Reichen und Mächtigen ein... Mechaniker Tobey (Aaron Paul) nimmt dennoch das Angebot des ehemaligen Rennfahrers Dino (Dominic Cooper) an, ein Luxusgefährt in Schuss zu bringen. Doch als bei einem Straßenrennen mit den beiden der dritte Fahrer, Tobeys junger Schützling, von Dino gerammt wird und in seinem Wagen verbrennt, hängt Dino das Tobey an. Er muss ein paar Jahre ins Gefängnis. Mit seiner Freilassung kommt die Stunde der Abrechnung... Eigentlich erstaunlich, dass der Erfolg der The Fast and the Furious-Reihe bisher kaum Nachfolger angelockt hat. Dem versucht jetzt der auf einem Videospiel basierende Need for Speed abzuhelfen. Von einer solchen Vorlage erwartet der Kinogänger nicht unbedingt ausgefeilte Charaktere, sondern eher Adrenalinstöße. Die jedoch fallen vergleichsweise bescheiden aus. Das Street-Racing, illegale Straßenrennen mit hochgezüchteten Sportwagen, umgibt sich auch hier mit einem Hauch von Anti-Establishment, allerdings sprechen das vorgeführte Hightech und sonstige Hilfsmittel eine andere Sprache. Geradezu sympathisch wird der Film in jener Szene, in der es einem Polizeiwagen unmöglich gemacht wird, die Raser zu verfolgen. Die wurde offenbar von George Lucas’ American Graffiti inspiriert, so wie auch Michael Keaton in seiner Rolle als Kommentator und Zeremonienmeis­ter des finalen Wettrennens an den legendären Wolfman Jack in Lucas’ Filmklassiker erinnert. Dass der Gewinner dieses Rennens die Rennwagen seiner unterlegenen Gegner bekommt, mutet hier allerdings wie ein Witz an, wenn die allesamt schon vor der Ziellinie nur noch Schrott sind. Am Ende wird erwartbar alles gut, der Böse seiner gerechten Strafe zugeführt und der Gute rehabilitiert. Einzig Imogen Poots, die sich hier als Frau und Engländerin doppelt durchsetzen muss gegen den Haufen von Machos, ist für einige Überraschungen gut, wenn sie ihre Kenntnisse von Rennwagen und schließlich auch ihr Fahr­talent demonstrieren kann.

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