Aktuelles
05.10.2026
Als Retrospektive zeigte das Festival von San Sebastián eine Schau der Filme des Schriftstellers, Drehbuchautors und Regisseurs José Giovanni.
30.09.2026
Mike Leighs warmherziges Alterswerk »Tender Loving Care« war der große Gewinner des Filmfestivals von San Sebastián.
28.09.2026
Schon als er noch die High School besuchte, drehte der aus Florida stammende Lance Oppenheim kurze Dokumentarfilme, die zum Teil sogar im Fernsehen ausgestrahlt wurden. Mit gerade einmal 30 Jahren legt Oppenheim nun seinen ersten Spielfilm vor: »Primetime« (aktuell im Kino) erzählt die wahre Geschichte der vor 20 Jahren sehr populären Reality-TV-Show »To Catch a Predator«.
23.09.2026
Vom kleinen Hamburger Programmkino zum großen Genrefestival: Das Fantasy Filmfest feiert 40 Jahre voller Horror, Fantasy und Abseitigem – und präsentiert zum Jubiläum erneut außergewöhnliches Genrekino.





Notwendigkeit
Ich bin mir nicht sicher, ob ihr den Film überhaupt verstanden habt. Und ob das Publikum einen klassischen Slasher Horrorfilm, mit kontinuierlichen selben Mustern erwartet hatte (oder mit sich plötzlich bewegenden Puppen im Spielzimmer der Tochter, Grüße an Christofer Graf, dem weiteren Inhalt des Kommentars werde ich mich enthalten) , oder doch die Frau als den Antagonisten gehalten hatte. Deshalb hatte ich das Gefühl, der Mehrheit ist der eigentliche Kern der Geschichte entgangen. Viele weibliche Zuschauer berichteten, sie dachten anfangs auch, die Hausherrin sei die Verrückte, genau so wie alle anderen Nebenfiguren der Handlung und ich finde das genau ist der Punkt. Es gibt unzählige unterdrückte Frauen in Haushalten, ähnlich wie diese Fiktive, welche sich lieber als verrückt darstellen lassen, als von Gefahr des Mannes bedroht zu werden. Diese Handlung wirkt der immer noch patriarchalischen Welt, Rollenbilder, Gesellschaft und dementsprechend langen verankerten Ideologie entgegen und wir, nicht nur Frauen, sollten dieser Handlung danken. Wir sollten uns bedanken für die auf der Leinwand dargestellte Rebellion gegen Männer (es gibt auch herzensgute Männer, man wirft nicht alle in einen Topf), welche liebende Frauen missbrauchen, ihren Geist und Seele beanspruchen und “verkaufen” zum eigenen Zweck. Des Weiteren wird Sydney Sweeney (das Hausmädchen) für männliche Fans beinahe entmenschlicht, durchgehend sexualisiert und gesehen als “konventionelles Frauenbild”, wobei sie sich der Politik öffentlich enthält und einfach nur ihren “Job” macht als Model und Schauspielerin, was genau so Respekt verdient wie jede andere Beschäftigung. Diese Fantasie der unterwürfigen Frau ist einzig und allein durch ihre männlichen Zuschauern entstanden, vor allem nach ihrer Rolle der unterwürfigen “Cassie” aus der Serie Euphoria. Viele Zuschauer unterscheiden fiktive Rolle nicht von der/dem Schauspieler/in und das ist das größte Problem. Ihr seht eine hübsche Frau im Fernsehen und trennt eure Vorstellungen plötzlich nicht mehr von der Realität. Dass sie das kluge Hausmädchen (mit meiner Meinung nach gutem Erfolg) auf die Leinwand gebracht hat, sollte als Statement gesehen werden. Als Statement gegen männliche Fantasie, gegen “Objektivizierung”, und vor allem gegen männliche Unterdrückung.
Vielen Dank, ich hoffe ich habe alles erwähnt und nochmals, die Aussagen gehen natürlich nicht an alle Männer. Die, an die es gerichtet war, werden es merken. :)