"Was tut sich?" mit York-Fabian Raabe und ­Eugene Boateng

© Across Nations Filmverleih

am Do., den 14.10. in Frankfurt am Main

»Was tut sich – im deutschen Film?« startet wieder. Die Reihe ist eine Kooperation zwischen dem Deutschen Filminstitut & Filmmuseum und epd Film. Seit 2005 laden wir Regisseurinnen und Regisseure ein, die ihre Filme vorstellen und mit einem Kritiker oder einer Kritikerin von epd Film – und später auch mit dem Publikum – diskutieren. 

In diesem Monat zeigen wir mit »Borga« einen Film, der beim Nachwuchsfestival Max Ophüls Preis in Saarbrücken  in diesem Jahr vier Preise gewann. »Borga« heißen in Ghana die Afrikaner, die es im fernen Europa zu etwas gebracht haben. Kojo lebt mit seinen Eltern und seinem Bruder in Agbogbloshie, einem Stadtteil der Millionenstadt Accra, und verdient wie alle dort seinen Lebensunterhalt mit dem Zerpflücken von Elektroschrott in einer Umgebung nicht nur mit prekären Verhältnissen, sondern auch mit mafiösen und patriarchalen Strukturen. Und er träumt davon, selbst ein Borga zu werden, im fernen Deutschland, wo der Onkel eines Kumpels lebt. Als er es geschafft hat, sich dorthin durchzuschlagen, nach Mannheim, erklärt ihm der Onkel, wie das Foto, das er nach Ghana schickte, zustande kam: für 50 Euro, mit einem gestellten Auto, vor einem Haus, das nicht ihm gehört. Aber Kojo, eindrücklich verkörpert von Eugene Boateng, wird seinen Weg machen, mit Anzug, deutscher Freundin (Christiane Paul) und viel Geld. Aber zu einem hohen Preis: als Drogenschmuggler.

Regisseur York-Fabian Raabe, in Kassel geboren, studierte nach dem Abschluss eines Wirtschaftsstudiums an der Berliner Filmhochschule, seine Kurzfilme wurden mehrfach ausgezeichnet. »Borga« ist sein Langfilmdebüt. Eugene Boateng ist Tänzer und Schauspieler (»Becks letzter Sommer«, 2015, »Plan B – Scheiß auf Plan A«, 2016).

Vorstellungsbeginn am 14.10. ab 20:15 Uhr

DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum
Schaumainkai 41
60596 Frankfurt 
Karte

Vorverkauf an der Museumskasse
Di – So 10 Uhr bis 18 Uhr
Tel.: +49 69 961 220 – 220
kinokasse@dff.film

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