Streaming-Tipp: »Bright«

© Netflix

2017
Original-Titel: 
Bright
Filmstart in Deutschland: 
22.12.2017
R: 
B: 
Musik: 
V: 
L: 
117 Min
FSK: 
Ohne Angabe

Als »Bright« Ende Dezember letzten Jahres auf Netflix startete, war die Häme groß. »Bright« war der mit knapp 100 Millionen bisher teuerste Spielfilm der Streamingplattform – und von seiner Machart im Blockbusterbereich angesiedelt. Nur, dass ihn nie jemand im Kino sehen wird. Vielleicht hat sich ja auch die Verärgerung darüber in die Kritiken geschlichen.

Nun, »Bright« ist sicherlich kein Disaster, kein Film, der einen Platz auf den Listen der schlechtesten Filme der Geschichte erobern wird. Es ist eher ein Film, der seine Ingredienzen durchaus wohlüberlegt zusammengeklaubt hat. Eine Mischung aus Copfilm und Fantasy, mit Lebewesen aus der Welt von Tolkien. David Ayer hat einmal das Drehbuch zu dem legendären »Training Day« mit Denzel Washington geschrieben, nun fährt Will Smith als Ward durch die Straßen von Los Angeles, in einer nicht näher definierten Zeit.

Nur dass diesmal ein Ork neben ihm sitzt, ja, ein Ork. Jakoby, gespielt von Joel Edgerton, dessen Gesichtszüge man durchaus erkennen kann. Der erste Ork-Polizist des Police Departments: Denn die Orks sind gewissermaßen die neuen Schwarzen, diskriminiert, sie wohnen in eigenen Vierteln. Und dann gibt es noch Elvestown, den Distrikt der Elfen. Ward und Jakoby finden einen Zauberstab (einen »Wand«), und dann sind alle hinter ihnen her, korrupte Polizisten, die Orks, die Magische Polizei, eine Killer-Elfe (Noomi Rapace). Sicherlich, das Drehbuch (von Max Landis) hat wenig Finessen – aber der Film entschädigt mit einer wahnwitzigen und actionreichen Reise durch die Nacht von L.A.

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