Michele D'Attanasio
Kammeramann/frau von:
In seiner neuen Tragikomödie spiegelt Nanni Moretti einmal mehr die Situation des eigensinnigen Arthouse-Regisseurs, der einen Film zustande zu bringen versucht: ein liebenswürdiges Panorama voll selbstironischem Humor, zugleich ein wenig ermüdend, da wie auf Autopilot inszeniert.
Episoden aus dem wilden Leben des Skandalkünstlers des 17. Jahrhunderts. Raumgreifend und schön, dabei aber auch immer wieder zahm und gewöhnlich.
Das Leben dreier Familien gerät aus den Angeln, als sich vor ihrem Wohnhaus ein Verkehrsunfall ereignet. Ein Nanni-Moretti-Film, der ohne Ironie auskommt: Thematisch und stilistisch knüpft er an »Das Zimmer des Sohnes« an, verhandelt mit nüchterner Konzentration die Motive Einsamkeit, Verlust und Verantwortung. Das Kaleidoskop der existenziellen Krisen ringt um Versöhnung und wird dabei von einem sensiblen Darstellerensemble getragen.


