André Hennicke

Als Schauspieler/in:

Ein Überfliegerkapitalist kennt sich nach einem Pilztrip selbst nicht mehr. Mit drastischen Elementen und stimmigen Überzeichnungen ist die Suter-Verfilmung »Die dunkle Seite des Mondes« ein spannender, ambivalenter und visuell sehr reizvoller deutscher Genrefilm
Nach 16 Jahren kommt Harms aus dem Knast und erhält ein verlockendes Angebot für den großen Coup. Deutscher Gangsterfilm, ohne Förderungsgelder von Regisseur und Hauptdarsteller selber gestemmt
Ein Junge versteckt die Leiche seines Vaters, weil er fürchtet, sonst ins Heim zu müssen. Der Schauspieler Andreas Arnstedt hat mit dem Porträt einer Familie aus dem Prekariat ein Sozialdrama inszeniert, das die meisten Klippen dieses Genres wohltuend umschifft
Frei nach den »Wahlverwandtschaften« treibt Sebastian Schipper ein Paar durch die Untiefen emotionaler Verwirrung. Mit Blick auf die Irritation, die vom Menschen selbst ausgeht, inszeniert er ein Open-Air-Kammerspiel um banale Konflikte, die nur deshalb ausgehalten werden, weil sie nicht zu ändern sind
Christian Alvarts Thriller um einen Serienmörder in der thüringischen Provinz irritiert ein wenig im plakativen Zitieren seiner großer Vorbilder Fincher, Lynch und Demme, beeindruckt jedoch in der psychologischen Feinarbeit und mit brillanten Schauspielern
Julia Jentsch überzeugt erneut – hier in der Rolle der Widerstandskämpferin Sophie Scholl. Marc Rothemunds packendes Kammerspiel um eine »anständige« Deutsche, das größtenteils auf authentischen Verhörprotokollen beruht, lässt aber auch Zweifel zu