Newsletter 02.05.2024

Und Action!

Der Film »The Fall Guy« und die Geschichte der Stuntmen

Sie gehören zu den unsichtbaren Helden des Films: Stuntmen. Der Film »The Fall Guy« hat einen solchen als Hauptfigur und erweist dem Beruf insbesondere im Abspann noch einmal die Ehre. Für uns hat sich Gerhard Midding das Metier genauer angeschaut. In seinem Beitrag »Stuntmen: Risky Business« erläutert er die Geschichte des Berufs von den Anfängen bis heute, geht auf kulturelle Besonderheiten ein und stellt berühmte Persönlichkeiten sowie Filme vor.

Ein sehr ungewöhnlicher deutscher Film geht mit »Der Junge, dem die Welt gehört« an den Start. Es ist das Regiedebüt von Robert Gwisdek. Den Schauspieler kann man aktuell auch im Film »Sterben« im Kino erleben, unter dem Künstlernamen Käptn Peng ist er zudem als Musiker bekannt. Maxi Braun hat ihn für die »Nahaufnahme« porträtiert.

In der Serien-Adaption »The Fall Guy« führt Ryan Gosling vor, was Stuntmen so alles können müssen. Ohne sie wäre Kino kaum denkbar.
Filme der Woche: 

The Fall Guy

Allzu viel mit der als Vorlage dienenden 80er Serie »Ein Colt für alle Fälle« hat der neue Film von David Leitch nicht zu tun. Aus der Idee vom Stuntman, der nebenbei einen Kriminalfall aufzuklären hat, macht er temporeiche Actionkomödie, die mit Ryan Gosling und Emily Blunt die perfekten Hauptdarsteller*innen hat. Ein bisschen mehr Lässigkeit statt kalkulierter Coolness und vor allem noch mehr Gags über die Filmbranche hätten es durchaus sein dürfen. Aber mehr Spaß als die meisten anderen alle Zielgruppen abdeckenden Mainstream-Großproduktionen der letzten Zeit macht »The Fall Guy« allemal.

Der Junge, dem die Welt gehört

Boy meets girl einmal ganz anders: zwei verlorene Seelen in einem riesigen Palazzo teilen sich die Welt. Komplett außerhalb des deutschen Fördersystems entstanden, ist Robert Gwisdeks Spielfilmdebüt der bislang ungewöhnlichste und schönste Film der Saison.

Zwischen uns das Leben

Nach seiner Trilogie über die Verschärfung der sozialen Verhältnisse (u. a. »Streik«) vollzieht Stéphane Brizé einen verblüffenden Registerwechsel. Er kehrt zum Genre des sensiblen Melodrams (»Mademoiselle Chambon«) zurück. Die Wiederbegegnung eines Liebespaars (Alba Rohrwacher, Guillaume Canet) inszeniert er als eine stimmungsvolle Archäologie verschütteter Sehnsüchte und Lebenszweifel.

Touched

In einem Pflegeheim kommen sich Maria, eine sehr korpulente Pflegerin, und der querschnittsgelähmte Alex näher. Mit zwei fantastischen Hauptdarstellern inszeniert Claudia Rorarius so explizit wie sensibel eine Choreografie multipler Berührungen und verhandelt Fragen zu Körpernormen, Sexualität und Machtgefälle.