E-Mail an... Johannes Naber

Kurz gefragt, schnell geantwortet. Prominente über ihre Vorlieben und Filmerfahrungen
Johannes Naber. © Gudrun Schoppe

Johannes Naber. © Gudrun Schoppe

Johannes Naber, 49, Regisseur, Autor, Kameramann, wurde 2010 mit »Der Albaner« bekannt, danach drehte er »Zeit der Kannibalen« und »Das kalte Herz«. Sein vierter Spielfilm »Curveball – Wir machen die Wahrheit« soll am 22. April starten

Ihr erster Film?

»Schneewittchen« von Walt Disney. Meine Schwester Milena hat mich ins Kino geschmuggelt, weil ich noch nicht sechs war. 
Ich hatte eine Scheißangst vor der bösen Hexe mit dem vergifteten Apfel.

Welchen Film schauen Sie immer wieder?

»Songs from the Second Floor« von Roy Andersson und »Spring Breakers« von Harmony Korine.

Welche Fernsehserie verfolgen Sie gerade?

Nichts Erwähnenswertes. 

Welcher Film hat Sie zuletzt beeindruckt?

»Queen & Slim«. Ein schöner, stiller und wichtiger Film, der sich entscheidet, sein Thema ganz innerlich, aus den Figuren heraus zu verhandeln. Außerdem hat er mir drastisch bewusst gemacht, wie selten ich Filme mit nicht weißen Hauptdarstellern sehe. Und daraus folgernd, wie dominant das weiße, heteronormative Kulturdiktat ist, von dem ich ein Teil bin.

Auf welchen Film freuen Sie sich?

»Bis wir tot sind oder frei« von Oliver Rihs.

Ihr/e Lieblingsschauspieler/schauspielerin?

Zum Anschauen oder zum Arbeiten? 

Wer oder was ist unterschätzt?

Der deutsche Gegenwartsfilm.

Ein Lieblingsfilm, der ein bisschen peinlich ist?

Wenn ich etwas gut finde, dann stehe ich auch dazu.

Was sammeln Sie?

Ich habe als Kind Briefmarken gesammelt. Inzwischen weiß ich, dass das Anhäufen von Dingen unfrei macht.

Ihr Lebensmotto? Oder Lieblingszitat?

»Andere werfen Bomben. Ich mache Filme.« (R. W. Fassbinder)

Der beste Platz im Kino?

Reihe 4, Mitte. Das ist so eine Marotte von mir. Ich sitze lieber weiter vorn im Kino, vor allem wegen des Tons. 

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