Kritik zu Jeepers Creepers: Reborn

© Splendid Film

2021
Original-Titel: 
Jeepers Creepers: Reborn
Filmstart in Deutschland: 
15.09.2022
L: 
88 Min
FSK: 
16
Bewertung: 3
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Sie sind einfach nicht totzukriegen: all die Fortsetzungen, Remakes und Reboots. Nach »Eraser: Reborn« folgt nun der neugeborene »Jeepers Creepers«, fünf Jahre nach dem späten dritten Film der 2001 und 2003 in den Kinos so erfolgreichen Reihe. »Reborn« trifft auch insofern zu, als nicht mehr Victor Salva verantwortlich zeichnet, der einst dieses Monster erdachte (und zwischenzeitlich eine Gefängnisstrafe wegen Pädophilie am Set seines Regiedebüts verbüßte), die Regie liegt diesmal in den Händen des finnischen Regisseurs Timo Vuorensola, bekannt geworden durch die beiden »Iron Sky«-Filme.

Der Film beginnt als klassisches Spannungskino, den Auftakt des Films von 2001 variierend: ein altes Ehepaar im Auto auf der Landstraße, ein rostiger Transporter, der dicht auffährt und sie schließlich von der Straße abdrängt, dessen Fahrer, der später etwas entlädt, was eine Leiche sein könnte. Das Kennzeichen seines Wagens, »BEATGNU«, entziffert der mit den »Jeepers Creepers«-Filmen Vertraute sofort als »Be eating you«, weiß er doch, dass sich hinter der Maske (aus Menschenhaut) der »Creeper« verbirgt. Der kehrt alle 23 Jahre auf die Erde zurück, wo er 23 Tage lang wütet, Menschen die Haut abzieht und seine Opfer verspeist.

Ein originelles Monster, beklemmende Atmosphäre und klassische Spannungsmuster: damit wusste »Jeepers Creepers« vor nicht allzu langer Zeit anlässlich seiner Blu-ray-Premiere immer noch zu überzeugen. Der vierte Film der Reihe behält das vertraute Muster anfangs bei. Horrorfan Chase mit seiner Feundin Laine im Schlepptau ist hier unterwegs zu einem Horror Festival, das bringt eine gewisse Ebene der Selbstreflexivität ins Spiel. Als Laine bei der Veranstaltung das große Los zieht, eine Nacht im Horrorhaus, begleitet von einem lokalen Web-TV-Team, wird das zum Schauplatz der finalen Auseinandersetzung mit dem Creeper, der – das weiß der Zuschauer schon – es auf das Baby der schwangeren Laine abgesehen hat. 

Ob der Creeper nur eine urban legend ist oder aber real, wird zwar mal als Frage aufgeworfen, ausgebaut wird diese Metaebene allerdings nicht, Timo Vuorensola inszeniert diesmal relativ gradlinig, im ausgedehnten Finale erscheint der Creeper in seiner ganzen Pracht mit ausgebreiteten Flügeln – das ist allerdings weit weniger spannend (trotz des Scopeformats bleiben die Bilder hier flach, erinnern eher an Videoaufnahmen) als die Eingangsszene mit dem alten Paar, bei der die Ehefrau von Horrorikone Dee Wallace (»The Howling«, »Cujo«) verkörpert wird.

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