Kritik zu Bolt – Ein Hund für alle Fälle

© Walt Disney

2008
Original-Titel: 
Bolt
Filmstart in Deutschland: 
22.01.2009
L: 
96 Min
FSK: 
6

Der neue Animationsfilm aus dem Hause Disney. Ein Hund mit übernatürlichen Kräften muss die Entdeckung machen, dass diese nur Fiktion sind: Er ist der Star einer Fernsehserie, was man ihm bisher verschwiegen hat

Bewertung: 3
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Sein Name ist Bolt – und er ist ein Hund mit Superkräften, so dass man sagen könnte, er sei das vierbeinige Äquivalent zu jenem Agenten mit ähnlich klingendem Namen. Nach einem Prolog sind die ersten zehn Minuten des neuesten Animationsfilms aus dem Hause Disney jedenfalls derartig rasant, dass man glaubt, der Animationsfilm als family entertainment habe sich ganz den Formeln des Erwachsenenkinos verschrieben. Doch dann ertönt der Ruf »Cut!«, und wir begreifen, dass wir es mit Film im Film zu tun haben, genauer gesagt, mit einer erfolgreichen Fernsehserie, deren Held eben jener Hund Bolt ist. Der muss jede Woche seine Herrin, das Mädchen Penny, aus den Fängen des Superschurken Dr. Calico retten, denn der ist hinter einer Erfindung von Pennys Vater her, dem auch Bolt seine Superkräfte verdankt. Der Clou des Ganzen: Bolt hat das TV-Studio noch nie verlassen, er hält das Ganze für real, gerade das mache ihn zu einem so guten Darsteller, behaupten die dafür Verantwortlichen – eine etwas perverse Form des method acting.

Aus diesem hübschen Ausgangspunkt schlägt der Film allerdings vergleichsweise wenig Kapital, sondern setzt auf Bewährtes. Vorhersehbar ist, dass Bolt im Lauf des Films die bittere Erfahrung machen muss, dass er keine Superkräfte besitzt, ebenso wie er am Ende außerordentlichen Mut beweisen wird und Penny in Wirklichkeit das Leben rettet. Vorhersehbar ist auch, dass er zuvor neue Gefährten kennenlernen wird, in diesem Fall eine weltgewandte New Yorker Straßenkatze namens Mittens und seinen »Fan Nr. 1«, den Hamster Dino, die ihm ein Gleichgewicht zwischen Realitätssinn und Selbstbewusstsein vermitteln. Und auch, dass Pennys Agent ein ganz skrupelloser ist, ist nicht weiter überraschend. Innerhalb dieses Rahmens ist der Film durchaus einnehmend erzählt. Wie schon sein Vorgänger Triff die Robinsons kommt auch Bolt parallel in 3-D in die Kinos, in Deutschland sind das allerdings gerade mal 13 Spielstätten.

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