Filmkritiken

Woche vom 14.10.2026

11.10.2026
Bewertung: 3
Dylan Southerns filmische Umsetzung von Max Porters experimentellem Roman über die Trauer vermag nur streckenweise zu überzeugen.
10.10.2026
Bewertung: 3
Volker Schlöndorff adaptiert Jenni Erpenbecks zum Schulstoff erhobenen Roman ganz im Sinn der Vorlage: als Erzählung mit einem Haus als zentralem Protagonisten (»gespielt« von Einsteins Sommerhaus in Caputh), das die Verwerfungen deutscher Geschichte des 20. Jahrhunderts passiv miterlebt. Gerade wegen den vielen großartig spielenden Schauspielern (Martina Gedeck insbesondere) leidet der Film etwas darunter, dass jede Figur auch schnell wieder Platz für die nächste Epoche machen muss.
10.10.2026
Bewertung: 3
Inspiriert von wahren Begebenheiten erzählt dieses Drama von der Freundschaft einer Journalistin mit einer alleinerziehenden Mutter aus den Slums von Nairobi, die eine Graswurzelbewegung für den Zugang zu HIV-Medikamenten gründet: ein spannendes, wiewohl im Detail etwas unbefriedigendes Drama über die Verheerungen der Aidsepidemie in Afrika und die globale Ungerechtigkeit des Patentschutzes für lebensrettende Medikamente.
09.10.2026
Bewertung: 3
In seinem aufwendigen Dokumentarfilm zeigt Marc Bauder, dass Whistleblower nicht selten um ihr Leben bangen.
09.10.2026
Bewertung: 4
Dass sie in der Tat zu den spannendsten neuen Stimmen des britischen Kinos gehört, beweist Georgia Oakley nach ihrem queeren Debüt »Blue Jean« ausgerechnet mit einem klassischen Kostümfilm auf Basis eines Jane-Austen-Klassikers. Die exzellente, auf Realismus statt Glamour setzende visuelle Umsetzung sowie das hervorragende Ensemble um Daisy Edgar- Jones und Esmé Creed-Miles sind in »Sinn und Sinnlichkeit« geradezu meisterlich.
08.10.2026
Bewertung: 2
Romain Gavras lässt in seiner wirren und unausgegorenen Komödie Ökoterroristen auf die Schönen und Reichen los.
08.10.2026
Bewertung: 4
Das dokumentarisch anmutende Roadmovie besitzt einen meditativen Rhythmus und gewinnt seine Spannung aus einer bewussten Langsamkeit. In den Dialogen zwischen Menschen im Auto entsteht lebensphilosophische Tiefe.