Filmkritiken
Woche vom 25.02.2026
Josh Safdie gelingt mit seiner ersten Solo-Regie ein Film, der die Stärken früherer Arbeiten aufgreift und auf ein ganz neues Niveau hebt. Die fiktive, aber in realen Begebenheiten verwurzelte Geschichte des überambitionierten Marty Mauser, der im New York der frühen 50er Jahre davon träumt, Tischtennis-Weltmeister zu werden, vibriert vor rastloser Energie, bietet emotionale Achterbahnfahrten, die trotz Überlänge nie langweilen, und besticht durch einen überragenden Timothée Chalamet in der Hauptrolle.
Jim Jarmuschs betont ruhiger Episodenfilm über Eltern und (erwachsene) Kinder besticht durch ein hervorragendes Ensemble und findet gerade in der dramaturgischen Ereignislosigkeit eine emotionale Tiefe.
Fiktionalisierung eines ergreifenden historischen Frauenschicksals, das fast exemplarisch zeigt, wie bedeutsamer Stoff vermeintlichen Publikumserwartungen geopfert wird.



